Tariferhöhung

Taxifahren wird teurer in der Stadt Luzern

21. Januar 2022, 12:11 Uhr
Während der Coronakrise fielen den Taxifahrern viele Kunden weg. Vor allem Touristen fehlten den Chauffeuren. Nun kündigt die Stadt Luzern an, die Taxitarife per 1. Februar zu erhöhen.
Ab dem 1. Februar kosten die Taxitarife mehr in der Stadt Luzern. Trotzdem steht jedem Taxifahrer und -fahrerinnen frei, günstigere Preise anzubieten.
© KEYSTONE/Christof Schuerpf

Die Tariferhöhungen seien in Zusammenarbeit mit den Vertretern von Taxiunternehmen und Lizenznehmern entstanden. «Dabei hat man einen Bedarf festgestellt, die Preise wieder anzupassen und eine Gelegenheit gesehen, eine Bereinigung vorzunehmen bei einem solchen historisch gewachsenen Tarifwesen», erklärt Mario Lütolf, Leiter Stadtraum und Veranstaltungen der Stadt Luzern. Seit Ende April 2008 kostet die Grundtaxe sechs Franken und 3.80 Franken pro Kilometer. Ab 20 Franken zahlt man pro Kilometer 3.50 Franken und für die Wartezeit 66.- pro Stunde.

Künftig kosten die Tarife wie folgt:

Ausserdem fällt die bisherige Taxe 2 weg, wonach sich der Tarif ab 20 Franken reduziert. Es hätte gemäss Lütolf keinen Sinn mehr gemacht, solche Tarifabstufungen zu machen und sei ein Kompromiss mit den Taxivertretern gewesen: «Der Vorteil im Ganzen, welche auch die Taxiszene sieht, ist die Festhaltung am bisherigen System mit den Maximalansätzen anstelle von Fixpreisen.» Dies sei auch ein Wunsch von den Fahrgästen gewesen. «Darum hat der Taxifahrer auch die Möglichkeit, günstigere Fahrten anzubieten», meint Mario Lütolf.

Taxibranche unter Druck

Die Taxibranche steht momentan allgemein unter Druck, sich dem Markt anzupassen, erklärt Lütolf. Trotzdem sieht er keine Gefahr, dass nun die Kunden zu Alternativen wie UBER wechseln würden. Im Gegenteil: «Man macht den Spiess annähernd gleich lang, weil man bei den Taxis eine gewisse Freiheit hat, was die Taxipreise betreffen.» Somit könne man die Preise variabler machen innerhalb von diesen Limiten, so Mario Lütolf.

(mja)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 21. Januar 2022 12:14
aktualisiert: 21. Januar 2022 12:14
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