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Gesuch abgelehnt

«Todespfleger» von Luzern muss im Gefängnis bleiben

8. Juni 2021, 09:44 Uhr
Wer sich hinter Gintern gut verhält und gute Chancen hat, nicht rückfällig zu werden, kann vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen werden. (Archivbild)
© KEYSTONE/DANI TISCHLER
Weil er bei seiner Arbeit als Pfleger in mehreren Luzerner Heimen 22 Patientinnen und Patienten getötet hatte, wurde der 52-jährige Mann, der als «Todespfleger» bekannt wurde, zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Luzerner Justizvollzugsbehörde entschied sich jetzt erneut gegen eine Haftentlassung.

In den letzten Jahren hatte der Verurteilte immer wieder Anträge auf vorzeitige Haftentlassung gestellt, welche allesamt abgelehnt wurden. Auch das letzte Gesuch wurde jetzt abgelehnt, die Voraussetzungen für eine vorzeitige Entlassung seinen nicht gegeben, schreibt das «Regionaljournal».

Brisanter Fall jährt sich zum 20. Mal

Der Leiter des Justizvollzugs, Stefan Weiss, erklärte gegenüber dem «Regionaljournal», dass zwei Faktoren bei der Beurteilung entscheidend seien. Einerseits ein gutes Verhalten hinter Gittern, andererseits müsse davon ausgegangen werden können, dass der Täter in Freiheit nicht mehr straffällig wird. Laut verschiedenen Gutachten sei genau dieser Punkt beim «Todespfleger» nicht gegeben. Damit bleibt der ehemalige Pfleger weiterhin in Haft, wo er seit Juni 2001 seine lebenslängliche Strafe absitzt. 

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 8. Juni 2021 09:44
aktualisiert: 8. Juni 2021 09:44