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«Loco Bar» Luzern

Urteil steht: tödlicher Messerstich war keine Notwehr

8. Juni 2020, 05:46 Uhr
Blick auf das Luzerner BaBeL-Quartier, in dem das Tötungsdelikt verübt worden war. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
In einer Novembernacht 2017 hatte der Mann in der «Loco Bar» in Luzern einen Gast bei einem Streit tödlich verletzt. Der 39-Jährige wollte die Bar schliessen, als es zum Streit kam. Nun hat das Luzerner Kriminalgericht den Mann verurteilt.

Das Luzerner Kriminalgericht hat den Serben wegen (eventual-)vorsätzlicher Tötung zu neun Jahren und 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Zudem muss er eine Busse von 300 Franken, Verfahrenskosten von 42'000 Franken und eine Genugtuung für die Angehörigen des Opfers bezahlen. Er darf 12 Jahre lang nicht mehr in die Schweiz einreisen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann an das Luzerner Kantonsgericht weitergezogen werden.

Staatsanwaltschaft forderte elf Jahre Gefängnis

Die Strafe ist milder als von der Staatsanwältin gefordert. Sie forderte eine Freiheitsstrafe von elf Jahren. Die Verteidigung hatte einen Freispruch gefordert. Der Mann habe aus Notwehr gehandelt.

Der Beschuldigte hatte der Bardame vor rund drei Jahren geholfen, die «Loco Bar» an der Baselstrasse zu schliessen. Ein 34-jähriger Eritreer wollte die Bar nicht verlassen. Bei einem darauffolgenden Kampf war ein Messer im Spiel, mit dem der Beschuldigte ihn tödlich verletzte.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 8. Juni 2020 05:45
aktualisiert: 8. Juni 2020 05:46