Bund sei zu langsam

«Wir werden immer vertröstet» – Autobahnanschluss Buchrain soll schneller kommen

Noah Zimmermann, 21. April 2022, 13:46 Uhr
Bis 2033 soll der Ausbau der Autobahnausfahrt in Buchrain bereits realisiert sein – und nicht erst 2040. Das fordert der Kanton Luzern in einer Stellungsnahme gegenüber dem Bund. Das ist aber nicht genug, findet der lokale Gewerbeverband.
Autobahnausfahrt Buchrain A14
© Luzerner Zeitung / René Meier

In Buchrain herrscht seit Jahren ein Verkehrschaos. Rund um die Autobahn stockt der Verkehr regelmässig. Das Nadelöhr ist die Kreuzung zwischen der Reussbrücke und dem Buchrain-Tunnel.

Rechts neben dem Tunnel soll eine neue Strasse hochgebaut werden.

© Luzerner Zeitung / René Meier

Das Ausbauprojekt steht schon länger im Raum. Ein neuer Strassenabschnitt soll das Nadelöhr entlasten. Wer künftig von der Autobahn A14 aus Luzern kommt und Richtung Perlen fahren will, soll über eine neue Strasse nach Perlen abbiegen.

Der Kanton Luzern hat nun gegenüber dem Bund klargemacht, dass die Ausfahrt bereits bis 2033 gebaut werden soll. Vorher war als Zeithorizont erst rund 2040 angedacht. Die Gemeinde Buchrain freut sich über die Unterstützung des Kantons.

Druck vom Kanton ist nicht genug

Für die lokalen Firmen ist der Verkehr in Buchrain schon lange ein Dorn im Auge. Der Gewerbeverein hat bereits vor drei Jahren eine Petition zum Thema lanciert. Die Forderungen: Eine schnellere Behandlung des Ausbaus und die Aufhebung des «diskriminierenden Lastwagenverbots» zwischen Perlen und Root. Hinter einen Teil der Forderungen stellt sich nun auch der Kanton, der den schnelleren Ausbau bevorzugt.

Der Gewerbeverein-Präsident Geri Fischer ist noch nicht zufrieden: «Die ganze Situation von Buchrain zur Autobahn ist noch nicht gelöst. Wir werden immer wieder vertröstet, die Planung zieht sich in die Länge». Fischer findet, das Chaos muss bereits vor dem geplanten Ausbau verbessert werden: «Wir sind dankbar für jede kurzfristige Verbesserung, bis das Projekt vom Kanton genehmigt wird.»

Gemeinde begrüsst Unterstützung des Kantons

Weniger kritisch ist der Buchrainer Baudirektor Heinz Amstad. Er findet, der Verkehrsknoten werde mit dem Projekt entlastet. Er appelliert aber auch an den Kanton, das Projekt in einem grösseren Zusammenhang zu sehen. «Wichtig wäre, dass der Kanton auch bei seinen Strassenausbauprojekten rund um den A14-Anschluss vorwärtsmachen würde», so Amstad gegenüber der «Luzerner Zeitung». Weiter sagt er auf Anfrage, dass dazu flankierende Massnahmen im Spiel seien. Die Gemeinde überlege sich aktuell Massnahmen wie eine Zone 30 im Dorf oder Einschränkungen bei der Durchfahrt.

(zno)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 21. April 2022 11:45
aktualisiert: 21. April 2022 13:46
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