Unternehmen

Zentralschweizer Unternehmen blicken positiv in die Zukunft

28. März 2022, 14:55 Uhr
Die Unternehmen in der Zentralschweiz sind gemäss einer Studie gut durch die Coronapandemie gekommen. Sie planen mehrheitlich Investitionen, haben aber wegen der steigenden Rohstoffpreise nur moderate Gewinnerwartungen.
Die weltweit gestiegenen Energiepreise spüren auch die Unternehmen in der Zentralschweiz. (Symbolbild)
© KEYSTONE/dpa/Federico Gambarini
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Dies geht aus dem Finanzmonitor 2022 Zentralschweiz hervor, den das Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der Hochschule Luzern zusammen mit der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz (IHZ) erarbeitet hat. Befragt wurden Ende 2021 rund 200 Finanzchefs und -chefinnen von Unternehmen.

Die Firmen in der Zentralschweiz seien auf Kurs und blickten positiv in die Zukunft, teilten IFZ und IHZ am Montag mit. Alle Indikatoren deuteten nach oben. Die Unternehmen der Region hätten eine «bemerkenswerte Stärke».

Positive Grundstimmung

Insgesamt trübte die Coronakrise die positive Grundstimmung der Unternehmen nicht. Die Hälfte der Firmen schätze ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als gleich gut ein wie vor Beginn der Pandemie, hiess es in der Mitteilung. Ein Viertel spreche von einer besseren Situation.

Ein Viertel der Befragten bezeichnete die aktuelle Lage aber als schlechter als vor der Pandemie. Diese habe vor allem der Gastronomie und dem Tourismus zugesetzt, teilten IFZ und IFH mit. Auch im Handel gebe es mehr negative als positive Stimmen.

Investitionen in die Digitalisierung

Gemäss der Studie erwarten die Unternehmen grössere Umsätze. Mehrheitlich wollten sie in naher Zukunft die Investitionen erhöhen und zusätzliche Angestellte engagieren, hiess es. Sie planten verstärkt Erweiterungsinvestitionen und möchten in neue Geschäftsmodelle und die Digitalisierung investieren.

Verhaltener äusserten sich die Finanzverantwortlichen zu den Gewinnen. Grund dafür seien die steigenden Preise für Energie und Rohstoffe, teilten IFZ und IHZ mit. Zudem sei 2021 eine deutliche Mehrheit von Lieferengpässen und Ausfällen und damit höheren Preisen betroffen gewesen. Bei Lieferproblemen seien neue internationale Beschaffungsmärkte angesteuert worden, eine Tendenz zur lokalen Beschaffung habe es nicht gegeben.

Als Bremse gesehen wurde auch der Fachkräftemangel. Hier sehen die Unternehmen die Politik in der Verantwortung. Mit dieser sind die Firmen in der Zentralschweiz sonst aber zufrieden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 28. März 2022 14:55
aktualisiert: 28. März 2022 14:55