Wetterkapriolen

Meteorologen: «Am Donnerstagabend kommt innerhalb von zwei Stunden der Schnee»

· Online seit 18.01.2024, 17:05 Uhr
Zuerst Schnee und Minustemperaturen, dann Sonnenschein und frühlingsähnliche Wärme – und das innerhalb von wenigen Tagen. Das Wetter spielt in diesen Tagen verrückt. Und auch die Bilanz zur Winter-Halbzeit zeigt deutlich: zu nass, zu wenig Sonne.
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In den letzten Tagen und Wochen wechselte das Wetter manchmal schneller, als wir uns daran gewöhnen können. So auch in diesen Tagen. Momentan zeigt sich das Wetter grau und nass – dafür aber nicht mehr zu garstig kalt wie letzte Woche. «Dadurch, dass wir auf einer Luftmassengrenze mit kalter Luft nördlich von uns und milder Luft südlich von uns liegen, kann das Wetter derzeit sehr schnell umschlagen», erklärt Michael Eichmann von MeteoNews.

Schneefallgrenze fällt innert zwei Stunden

Dies zeigt sich auch in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Liegt die Schneefallgrenze am Donnerstag noch auf 1500 bis 1700 Meter über Meer, wird sie gegen den Abend sehr schnell fallen. «Innerhalb von zwei Stunden wird es auch im Flachland zu schneien beginnen», prognostiziert Eichmann. Er schätzt, dass in der Zentralschweiz gegen zirka 20 Uhr der Schneefall einsetzen wird, in einigen Alpentälern kann das auch etwas später der Fall sein.

Viel Neuschnee soll es vor allem in den Bergen geben, wo es bereits tagsüber schneit. «In den Bergen erwarten wir bis am Freitagmittag zwischen 20 und 30 Zentimeter Neuschnee. Im Flachland werden es zwischen zwei bis fünf, lokal vielleicht zehn Zentimeter sein», so der Meteorologe.

Winter: Zu wenig Sonne und zu nass

Mitte Januar ist auch gleichzeitig meteorologische Winter-Halbzeit. Da dieser drei Monate dauert, kann nun Mitte Januar eine erste Bilanz gezogen werden. Und die spricht eine deutliche Sprache. «Zur Winter-Halbzeit kann man sagen, dass es in Luzern 83 Prozent mehr geregnet hat als im Durchschnitt. Ausserdem gab es in den Bergen bis zu zwanzig Prozent weniger Sonnenstunden», so Michael Eichmann. Die Temperatur liegen mit +1.2 bis +1.4 Grad leicht über der Norm.

Auch die Bilanz der letzten drei Wochen geht in dieselbe Richtung. «Im Mittelland war der Januar viel zu nass und in den Bergen zu trocken», erklärt Eichmann. Der Unterschied zwischen diesen Regionen sei im bisherigen Januar markant. Temperaturmässig war der Monat bisher ziemlich ausgeglichen.

Die Sonne befindet sich bislang offenbar in einem kleinen Januarloch. Im Vergleich zum Durchschnitt gab es in diesem Monat bislang einen Fünftel weniger Sonnenstunden.

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(hsa)

veröffentlicht: 18. Januar 2024 17:05
aktualisiert: 18. Januar 2024 17:05
Quelle: PilatusToday

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