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Luzerner Psychiatrie

Neues Projekt zur Suizidprävention gestartet

10. März 2021, 15:47 Uhr
Die Luzerner Psychiatrie lanciert gemeinsam mit der Gesundheitsförderung Schweiz ein neues Projekt zur Suizidprävention. Es soll Gefährdete und ihre Angehörigen unterstützen und somit Suizide und Suizidversuche reduzieren.
Mit dem Projekt SERO sollen Suizide und Suizidversuche reduziert werden. (Symbolbild)
© GettyImages, Carlos Ciudad Photos

Anfang Jahr lancierte die Luzerner Psychiatrie gemeinsam mit der Gesundheitsförderung Schweiz und weiteren Partnerorganisationen das Projekt «Suizidprävention Einheitlich Regional Organisiert» - kurz SERO.

Das Projekt SERO hat sich zum Ziel gesetzt, Suizide und Suizidversuche und die damit zusammenhängenden Hospitalisierungen im Versorgungsgebiet der Luzerner Psychiatrie (LU, OW, NW) mit folgenden Massnahmen zu reduzieren:

  • Einsatz eines Sicherheitsplans, welcher gemeinsam durch Professionelle und gefährdete Personen individuell ausgefüllt wird. Ein Sicherheitsplan beinhaltet persönliche Gründe, die für das Leben sprechen und sonstige Frühwarnzeichen, bewährte Strategien, Vertrauenspersonen und Anlaufstellen. 
  • Durchführung von Kursen, welche die Angehörigen befähigen, erste Hilfe bei einer Suzidgefährdung zu leisten.
  • Entwicklung einer Selbstmanagement-App.
  • Etablierung der PRISM-S-Methode (Methode zur zuverlässigen Einschätzung des Suizidrisikos).

Gemäss Medienmitteilung geschehe ein Suizidversuch oftmals in einem psychischen Ausnahmezustand und viele Gefährdete wollen nicht sterben, sondern halten ihr Leben im Moment nicht aus. Diese Krisen seien meist vorübergehend und jede und jeder könne davon betroffen sein. Mit dem neuen Projekt sollen Gefährdete wie auch ihre Angehörigen somit besser unterstützt und die Koordination in der Region optimiert werden.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 10. März 2021 16:41
aktualisiert: 10. März 2021 15:47