Asylzentrum im «Postillon»

Grosser Andrang bei Infoveranstaltung in Buochs: «Macht mir ein wenig Angst»

19.01.2024, 08:08 Uhr
· Online seit 19.01.2024, 07:45 Uhr
Das Hotel-Restaurant «Postillon» in Buochs soll als Asylunterkunft zwischengenutzt werden. Der Kanton Nidwalden informierte am Donnerstagabend über seine Pläne. Der Andrang auf den Infoanlass war gross. Rund 400 Personen nahmen an der Veranstaltung teil.

Quelle: Tele 1

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Das vorher als Hotel und Restaurant genutzte «Postillon» auf der Anhöhe zwischen Buochs und Beckenried soll ab dem kommenden Frühling während maximal fünf Jahren Unterkunft für rund 40 Flüchtlinge bieten. Der Kanton Nidwalden will so Unterkunftskapazitäten schaffen, ohne Druck auf den Wohnungsmarkt ausüben zu müssen. Am Donnerstagabend hat er die Bevölkerung über das Vorhaben informiert.

Der Andrang war gross: Gut 400 Personen fanden den Weg durch den Schnee in die Buochser Turnhalle. Auch der Gemeindepräsident von Buochs, Werner Zimmermann, hat an der Veranstaltung teilgenommen. Er findet klare Worte: «Die Situation macht mir etwas Angst. Ich weiss nicht, was noch auf uns zukommt.» Die Gemeinde müsse sich nun Gedanken machen, wie man mit der Situation umgehen soll. «Denn es könnte erst der Anfang des Problems sein.»

Bevölkerung gespalten

In der Bevölkerung sind verschiedene Meinungen spürbar. Für Erwin Marty aus Buochs ist der Standort nicht so zentral, aber: «Mir geht es eher darum, dass der Kanton nicht unbedingt Ja sagt zur Aufnahme der Flüchtlinge.» Mirjam Sterchi sieht das anders: «Ich glaube der Kanton versucht das Bestmögliche zu machen.» Es ginge nicht alleine, sondern es seien alle gefragt.

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Gerade weil das «Postillon» in unmittelbarer Nähe zu einem beliebten Badeort liegt, gibt es Widerstand gegen das Vorhaben. An der Informationsveranstaltung am Donnerstag hat Sozialdirektor Peter Truttmann die Pläne der Regierung nochmals erklärt: «Der Mietvertrag ist auf maximal fünf Jahre ausgelegt. Danach wird das Postillon wieder seinem alten Nutzen nachgehen.»

Anlass verlief ruhig

Der Kanton wollte vor allem Transparenz schaffen mit dem Infoanlass. «Ich glaube, dies ist bei der Bevölkerung angekommen.» Es seien die Fragen gestellt worden, die zu erwarten waren. »Ich hoffe, wir konnten alles gut und ehrlich beantworten», so Truttmann abschliessend. Der Abend verlief dann auch gesittet und ohne Zwischenfälle.

veröffentlicht: 19. Januar 2024 07:45
aktualisiert: 19. Januar 2024 08:08
Quelle: PilatusToday

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