Nidwalden

Mann zu Unrecht in Psychiatrie eingewiesen

19. November 2021, 08:28 Uhr
Weil ein Mann ein «störendes, aggressives Verhalten» zeigte und gemäss seiner Hausärztin andere gefährden könnte, wies diese ihn in eine Psychiatrie ein. Zu Unrecht findet das Nidwaldner Verwaltungsgericht und ordnet eine Entlassung an.
Ein Mann wurde in Nidwalden zu Unrecht in eine Psychiatrie eingewiesen. (Symbolbild)
© Getty Images

Im Kanton Nidwalden können Personen durch zugelassene Ärztinnen und Ärzte in Psychiatrien eingeliefert werden. Das tat eine Hausärztin und wies einen Mann, bei dem sie eine Psychose und mögliche Schizophrenie vermutete, in die Luzerner Psychiatrie ein, schreibt die «Luzerner Zeitung».

Der eingewiesene Mann reichte beim Nidwaldner Verwaltungsgericht eine Beschwerde ein. Daraufhin wurde der Mann von einem Facharzt begutachtet. Dieser stellte zwar eine psychische Störung fest. Der Mann gefährde aber weder sich selbst noch liege eine direkte Gefahr für das Leben anderer Personen vor. Ausserdem müsse die Krankheit nicht durch einen stationären Aufenthalt behandelt werden.

Das Gericht hiess die Beschwerde des Mannes gut und die Entlassung aus der Psychiatrie wurde angeordnet.

Den ganzen Artikel gibt es auf luzernerzeitung.ch.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 19. November 2021 08:28
aktualisiert: 19. November 2021 08:28
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