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Verkehrsplanung

Nidwalden will Verkehr mit über 80 Massnahmen weiterentwickeln

24. August 2021, 18:38 Uhr
«Vermeiden, verlagern, verträglich gestalten, vernetzen»: Nach diesen strategischen Leitplanken will der Kanton Nidwalden den privaten und öffentlichen Verkehr bis 2040 weiterentwickeln. Er hat am Montagabend sein erstes Gesamtverkehrskonzept vorgestellt, das total 82 Massnahmen vorsieht.
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Quelle: Tele 1

Das Konzept ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und berücksichtigt alle Verkehrsarten, also Fuss-, Velo-, Strassen- und Schienenverkehr sowie die Raumplanung. Zudem seien die Massnahmen, gemäss den Planern, auf das erwartete Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum abgestimmt.

Eine Massnahme, die eine hohe Priorität hat, ist die Umfahrungsstrasse West in Stans, die vom Kantonsparlament bereits beschlossen worden ist. Handlungsbedarf werden bei den Ortsdurchfahrten gesehen. Diese sollen siedlungsverträglicher gestaltet werden. In weiteren Massnahmen geht es um das Mobilitätsmanagement oder um Car-Sharing-Angebote.

Nicht an Fernverkehr angeschlossen

Rückgrat des öffentlichen Verkehrs ist die Zentralbahnlinie Luzern-Stans-Engelberg OW, wie die Planer feststellten. Das Busnetz sei feinmaschig, der Anteil des öffentlichen Verkehrs sei in Nidwalden aber tief. Ein Nachteil des öffentlichen Verkehrs in Nidwalden ist die schlechte Anbindung an den Fernverkehr. Wer weiter als bis nach Luzern fahren will, muss umsteigen.

Eine visionäre Massnahme des Gesamtverkehrkonzepts ist deswegen der Ausbau der Zentralbahn von Schmal- auf Normalspur. Eine weitere Idee, die aufgeworfen wird, ist der Bau einer neuen Bahnlinie Richtung Seegemeinden bis nach Altdorf UR. Dies werde aber erst nach 2040 spruchreif sein, erklärten die Verkehrsplaner. Bereits beerdigt haben sie die Idee einer Tieferlegung der Bahn in Stans.

Grosses Potential sieht das Gesamtverkehrskonzept für den Fuss- und den Veloverkehr. Eine Massnahme sieht so eine durchgehende Veloroute Hergiswil-Beckenried vor. Nidwalden soll aber auch attraktivere Velparkings erhalten.

Nun ist die Bevölkerung gefragt

Das Gesamtverkehrskonzept wurde vom Kanton in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und den Transportunternehmen sowie unter Beizug von unabhängigen Fachkräften erarbeitet. Die Bevölkerung kann nun bis im Oktober Stellung nehmen.

Das definitive Konzept soll der Regierungsrat dann im Frühling 2022 beschliessen. Dann müsse die Politik entscheiden, was umgesetzt werden solle, sagte Baudirektor Josef Niederberger (CVP) bei der Präsention im Culinarum in Stans.

Quelle: sda
veröffentlicht: 23. August 2021 20:18
aktualisiert: 24. August 2021 18:38