Vorsicht beim Wandern

Gämsblindheit im Pilatusgebiet – 12 Tiere mussten geschossen werden

7. April 2022, 13:35 Uhr
Vor allem auf der sonnigen Obwaldner Seite ist die Gämsblindheit ausgebrochen. Bereits zwölf Gämse mussten geschossen werden. Die Kantone bitten Wanderer, die Wege nicht zu verlassen und Gleitschirmflieger, das Gebiet zu meiden.
Im Pilatusgebiet, vor allem auf der sonnigen Obwaldner Seite, ist die Gämskrankheit ausgebrochen.
© KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
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Die Gämsblindheit ist eine hochansteckende bakterielle Augenerkrankung. Sie kann zur Erblingung der Gämse führen. Betroffene Gämse sind nicht mehr überlebensfähig, sie verhungern oder stürzen ab. Im Pilatusgebiet wurde die Gämsblindheit gemäss Luzerner Zeitung seit Anfang März bei mehreren Tieren festgestellt. Zwölf Gämse mussten geschossen werden.

Einige Tiere erholen sich nach ein paar Tagen wieder von der Krankheit und sind danach immun. Störungen jeglicher Art können den Krankheitsverlauf jedoch negativ beeinflussen. Deshalb ist es zurzeit besonders wichtig, die Wildtiere in den betroffenen Gebieten in Ruhe zu lassen.

Die Kantone Nidwalden, Obwalden und Luzern haben deshalb nun entsprechende Warnhinweise erlassen. Auf allen Wanderwegen und an neuralgischen Orten werden Plakate aufgehängt:

  • Wandernde werden gebeten, auf den offiziellen Wegen zu bleiben.
  • Hunde sollen an der Leine geführt werden.
  • Alle Gleitschirmpilotinnen und -piloten werden dringendst gebeten, das Fluggebiet zwischen Widderfeld, Matthorn, Windegg und Klimsenhorn zu meiden oder mindestens nach dem Start geradlinig und schnellstmöglich zu verlassen.

Gämsblindheit kann durch direkten Kontakt übertragen werden, aber auch durch Insekten, welche die Bakterien von den Augen eines Tieres auf die Augen eines anderen Tieres weitertragen.

Den ganzen Artikel gibt es auf luzernerzeitung.ch.

Quelle: Luzerner Zeitung
veröffentlicht: 7. April 2022 07:36
aktualisiert: 7. April 2022 13:35