Wegen Knatsch mit Architekten

«Kommunikation war schwierig» – Kerns stoppt Bauarbeiten an Schulhaus

7. September 2022, 18:23 Uhr
Die Gemeinde Kerns hat die Arbeiten am neuen Schulhaus gestoppt. Grund dafür ist, dass sie mit dem Architekturbüro in den Haaren liegt. Das neue Primarschulhaus Willa dürfte damit nicht wie geplant auf das Schuljahr 2023/24 zur Verfügung stehen.

Quelle: Tele 1

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Im vergangenen Juli wurde mit den Arbeiten für das neue Primarschulhaus begonnen. Am Montagabend entschied die Gemeinde allerdings, die Arbeiten zu unterbrechen. «Wenn wir so weiter gemacht hätten, wäre es heikel geworden», erklärt Diana Zumstein, Präsidentin der Planungs- und Baukommission Kerns, gegenüber PilatusToday und Tele 1.

Neue Person mit Planung beauftragt

Als Bauherrin möchte die Gemeinde eine aktive Rolle übernehmen und bei wichtigen Fragen entscheiden können, sagt Zumstein. Doch leider habe man mit dem Architekturbüro keinen gemeinsamen Nenner gefunden. «Die Kommunikation war schwierig. Der aktuelle Planungsstand entsprach nicht dem, was wir uns vorgestellt hatten.»

So soll das Schulhaus Willa dereinst aussehen.

© Kanton Obwalden

Unter diesen Umständen mache es wenig Sinn weiterzubauen, so Zumstein. Deshalb seien sie nun daran, eine einvernehmliche Vertragsauflösung zu suchen. Mit der Leitung der Planung wurde bereits eine neue Person beauftragt.

Folgen noch unklar

Wie lange der Bauunterbruch dauert, ist noch offen. Auch zu den Mehrkosten können laut Zumstein keine verbindlichen Aussagen gemacht werden. Es werde aber Mehrkosten geben. Das zuständige Architekturbüro möchte sich auf Anfrage nicht zum Fall äussern.

20 Millionen Franken genehmigt

Die Stimmberechtigten von Kerns hatten im November 2021 einen Kredit von knapp 20 Millionen Franken genehmigt. Dieser ist nicht nur für das Schulhaus Willa, sondern auch für die Erneuerung der Schulhäuser Sidern, Büchsmatt und Dossen vorgesehen.

(red.)

Quelle: PilatusToday / SDA
veröffentlicht: 6. September 2022 13:03
aktualisiert: 7. September 2022 18:23