Trockenheit

So stellen Obwaldner Älpler die Wasserversorgung sicher

4. August 2022, 06:05 Uhr
Bei diesem heissen und trockenen Wetter müssen vor allem Älpler und Älplerinnen sparsam mit jedem Tropfen Wasser umgehen. Weil man aber beispielsweise im Kanton Obwalden in den vergangenen Jahren viel investiert hat, kommt man jetzt ziemlich gut durch den Sommer.
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Patrick Durrer kontrolliert jeden Tag, ob seine Kühe überall genügend Wasser haben. «Für die Alp wäre es natürlich cool, wenn es jeden Abend etwas regnen würde», sagt der Älpler. Dies ist aktuell jedoch nicht der Fall.

An einer Stelle auf seiner Alp in Kerns gibt es kein Regenwasser und auch Bergdruckwasser gibt es nach dem trockenen Frühling kaum. Deshalb wird das Regenwasser für die Tiere und die Älpler-Familie unter anderem in einem grossen Tank gespeichert.

Nach Hitze-Sommer vorgesorgt

Die Bauern und Älpler haben von den trockenen Sommern 2010 oder 2013 gelernt. Vor zwei Jahren hat Familie Durrer den grossen Tank zusätzlich betoniert, damit das Wasser kühl bleibt.

«Wir haben eine rund 50 Quadratmeter grosse Blache. Wenn es regnet, wird das Wasser hier gesammelt», erklärt Patrick Durrer. Überschüssiges Wasser laufe in den Tank und könne später mithilfe von Schläuchen von da aus auf der Alp verteilt werden.

Was, wenn das Wasser einmal ganz ausgeht?

Weil er keine Quelle hat, hat es der Älpler in Kerns besonders schwer, bestätigt auch Josef Durrer, Landwirtschaftsberater im Kanton Obwalden: «Das ist für den Bauern das Aufwendigste. Fast täglich muss er schauen, ob er und die Tiere Wasser haben und ob dieses am richtigen Ort ist.»

Wie Älpler Patrick Durrer vorgeht, sollte das Wasser – trotz Tank – einmal nicht mehr reichen und wie die Situation aktuell auf anderen Obwaldner Alpen aussieht, erfährst du im Video.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 4. August 2022 06:00
aktualisiert: 4. August 2022 06:05
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