Brunnen

Auto stürzt 50 Meter in die Tiefe: Grosser Polizeieinsatz bei der Axenstrasse unterbrochen

25. Juli 2022, 18:43 Uhr
Die Axenstrasse zwischen Brunnen und Morschach war am Sonntag zeitweise gesperrt. Ein Auto prallte aus noch unklaren Gründen in die Felswand, kam auf die Gegenfahrbahn und durchschlug die Leitplanke. Polizeitaucher suchten während Stunden im Wasser nach dem Fahrzeug, das über 50 Meter in die Tiefe gestürzt war – mit dessen Insassen. Die Suche wurde nach erfolglosen Stunden unterbrochen.
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Quelle: CH Media Video Unit / Katja Jeggli / BRK News

Bei der Axenstrasse oberhalb des Vierwaldstättersees ist am Sonntagmittag ein Wagen über 50 Meter in die Tiefe gestürzt. Er hatte in der Nähe des sogenannten Wolfsprungs das Geländer durchbrochen und verschwand im See.

Gemäss dem «Boten der Urschweiz» war das Fahrzeug von Süden Richtung Mositunnel unterwegs. Kurz nach dem Wolfsprung streifte es rechts den Felsen, überquerte die linke Fahrbahn und durchbrach danach die Leitplanke.

Im Einsatz standen mehrere Einsatzkräfte des Seerettungsdienstes und der Kantonspolizei Schwyz. Das Wasser rund um die Unfallstelle wurde während Stunden von Polizeitauchern abgesucht.

Wie Florian Grossmann, Chef Kommunikation der Kantonspolizei Schwyz sagte, wurde die erfolglose Suche nach mehreren Stunden unterbrochen. Die Taucher kämen nicht genug weit hinunter und der Kantonspolizei Schwyz stünde nicht die nötige Ausrüstung zur Verfügung. Es werde ein Spezialboot benötigt, mit dem die Suche mithilfe von Ordnungsgeräten und Unterwasserkameras weitergeführt werden könne. Besitzen würden solche Geräte nur manche Kantonspolizeien und einige private Organisationen. Zurzeit sei man in Kontakt mit der Kantonspolizei Zürich, die über solche Geräte verfüge, so Grossmann.

Der Vierwaldstättersee ist nach Angaben des Chefs Kommunikation der Kapo Schwyz im Bereich der Unfallstelle rund 180 Meter tief. Dies stelle die Einsatzkräfte vor grosse Herausforderungen. Die Schwyzer Polizei wird deshalb auf ausserkantonale Unterstützung angewiesen sein.

Zur Unfallursache machte die Polizei zunächst keine Angaben. Ebenso war zunächst unklar, wie viele Menschen sich in dem Auto befunden hatten. Gemäss dem «Boten» hat eine Verkehrskamera des Bundesamts für Strassen den Unfall aus grösserer Entfernung gefilmt. Die Polizei wollte sich aber noch nicht dazu äussern, ob die Bilder davon Aufschluss über die Ursache des Unfalls und die Anzahl Insassen geben.

Ein loses Rad des Unfallfahrzeugs traf den Angaben zufolge ein entgegenkommendes Auto. Die Beifahrerin in dem Wagen erlitt leichte Verletzungen.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 24. Juli 2022 13:46
aktualisiert: 25. Juli 2022 18:43
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