Gemeindefinanzen

Gemeinde Schwyz budgetiert trotz Steuererhöhung ein Defizit

20. November 2020, 14:07 Uhr
Das Alterszentrum Rubiswil in Schwyz soll ausgebaut werden, weil die Doppelzimmer nicht gefragt sind.
© BSS Architekten
Die Gemeinde Schwyz rechnet für das kommende Jahr mit einem Defizit von 1,4 Millionen Franken. Der Gemeinderat beantragt eine Steuererhöhung. Die Gemeindeversammlung soll zudem über einen Ausbau des Alterszentrums in Ibach abstimmen.

Bei einem Gesamtaufwand von 73,6 Millionen Franken fehlen der Gemeinde im Jahr 2021 unter dem Strich 1,4 Millionen Franken, wie sie am Freitag mitteilte. Im laufenden Jahr war ein Defizit von 5,3 Millionen Franken budgetiert worden. Dieses dürfte aber gemäss Hochrechnung um 1,1 Millionen Franken geringer ausfallen.

Grund für den erneuten prognostizierten Fehlbetrag sind tiefere Abschreibungen und der Wegfall der Einlage in die Spezialfinanzierung für das Alterszentrum Rubiswil. Zudem rechnet Schwyz mit 2 Millionen Franken tieferen Steuererträgen.

Der Steuerfuss soll daher um 10 Prozentpunkte auf 175 Prozent einer Einheit erhöht werden. 2021 will die Gemeinde 9,3 Millionen Franken investieren.

Das Investitionsvolumen in den nächsten vier Jahren beträgt 68 Millionen Franken, etwa für die Muotabrücke West, behindertengerechte Bushöfe oder die Erschliessung des Arbeitsplatzgebietes zwischen Ibach und Seewen.

Doppelzimmer nicht gefragt

Über das Budget befindet die Gemeindeversammlung am 16. Dezember. Traktandiert ist zudem eine Ausgabenbewilligung von 4,2 Millionen Franken für 13 neue Zimmer im Alterszentrum Rubiswil.

Das Zentrum mit 121 Zimmern wurde zwar erst 2016 in Betrieb genommen. Weil aber die 18 Doppelzimmer nicht gefragt sind, wurden diese als Einzelzimmer betrieben, was zu einem finanziellen Verlust führte. Mit den geplanten zusätzlichen Zimmern solle das Zentrum künftig wirtschaftlich selbsttragend werden. Geplanter Baustart ist im Frühling 2022.

Quelle: sda
veröffentlicht: 20. November 2020 13:45
aktualisiert: 20. November 2020 14:07