Biodiversität

So schützt der Kanton Luzern die Artenvielfalt

22. Mai 2020, 06:23 Uhr
Die Sumpf-Gladiole (Gladiolus palustris) wurde letztmals in den 1980er-Jahren im Seetal gesichtet. Sie gilt im Kanton Luzern als verschollen (Bild: Albert Krebs).
© Kanton Luzern
Heute ist der Internationale Tag der Biodiversität. Auch der Kanton Luzern unterstützt Projekte, welche die Artenvielfalt beibehalten soll. Dafür ist man aber auf Freiwillige angewiesen.

Biodiversität – der Begriff ist zwar in aller Munde, doch ihre Bedeutung für unser Wohlergehen wird immer noch unterschätzt. Das schreibt der Kanton Luzern anlässlich des Internationalen Tages der Biodiversität in einer Mitteilung.

Die Erhaltung und Förderung der Biodiversität sei durch die hohe Bevölkerungsdichte und die intensive Land- und Ressourcennutzung wichtiger denn je.

Der Kanton Luzern setzt verschiedene Artenhilfsprogramme um. Doch um die Schutz- und Fördermassnahmen zu ergreifen, müssten die Bestände der verschiedenen Arten bekannt sein. In den letzten Jahren seien Bestandsanalysen für die Artengruppen Amphibien, Reptilien und Libellen erfolgt. Mit dem Programm «Botanischer Artenschutz» werden nun die Bestände bedrohter Pflanzenarten überprüft.

Peter Ulmann, Abteilungsleiter Natur, Jagd und Fischerei bei der Dienststelle Landwirtschaft und Wald stellt klar: «Wir können nur schützen, was wir kennen. Dabei sind für uns Fundbeobachtungen zentral, die von freiwilligen Naturinteressierten gemeldet werden. Ohne ihre Mithilfe könnte der Kanton die Grundlagenarbeiten nicht bewältigen.»

Deshalb sucht der Kanton nun auch botanisch interessierte Personen, die alte Fundstellen oder schlecht bekannte Standorte seltener Pflanzen überprüfen. Damit könne die wichtige Dokumentation gewährleistet werden.

Interessierte können sich bei Elisabeth Denner von Info Flora Zentralschweiz melden: elisabeth.danner@infoflora.ch.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 22. Mai 2020 06:01
aktualisiert: 22. Mai 2020 06:23