Zentralschweiz

Solarenergie: «Wir müssen unser Potenzial mehr ausschöpfen»

Robert Steinegger, 3. September 2020, 17:18 Uhr
Eine ausgewertete Studie der Swiss Energy Planning (SEP) weist auf, dass die Schweiz ihr Potenzial für Solarenergie nicht ausschöpft.
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Es gibt noch viel zu tun in Sachen Solarenergie. Dies zeigt eine Studie der Swiss Energy Planning (SEP). Auch Zentralschweizer Gemeinden sind gefordert, schneiden im Vergleich zu anderen Kantonen aber gut ab.

Luzern mit 6 Prozent, Zug mit 4,7 Prozent und Obwalden mit 4,5 Prozent gehören schweizweit zu den Top-10. An der Spitze der Gemeinden mit dem flächenmässig grössten Anteil an Stromerzeugnis von Solarpannels ist mit 8 Prozent Altishofen. In der ganzen Schweiz seien jedoch leider zu wenig Solarpannels installiert, so die Projektleiterin der Energiewende des WWF, Myriam Planzer. Deshalb müsse man endlich aus dem Schatten treten und den Bau von mehr Solarpannels in Angriff nehmen.

Rund 52 Terrawattstunden gehen pro Jahr an Strom verloren

Der WWF Schweiz ruft die Entscheidungsträger der Gemeinden dazu auf, den Bau von Solaranlagen voranzutreiben. Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz bräuchten attraktive Rückliefertarife und Förderbedingungen. Nur so würden sie dazu ermutigt, Solaranlagen zu installieren. Durch die fehlenden Solarpanels gehen pro Jahr rund 52 Terrawattstunden Strom verloren, wodurch der Strom für 95 Prozent der Schweizer Haushalte abgedeckt werden könnte, so Myriam Planzer.

Die Photovoltaik der einzelnen Häuser wird folgendermassen ausgewertet: Die Daten zum Potenzial stammen aus dem nationalen Solarkanister des BFE. Dabei werden nur Dächer berücksichtigt, welche eine Einstrahlung von über 1000 Kilowatt pro Stunde, pro Quadratmeter und Jahr haben. Diese Daten werden dann auf Gemeindeebene aufgerechnet und mit den Daten zur Ausnutzung verglichen.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 3. September 2020 14:39
aktualisiert: 3. September 2020 17:18