Zentralschweizerisches Jodlerfest

Traumwetter und ausgelassene Stimmung: 40'000 Menschen feiern in Andermatt

20. Juni 2022, 10:02 Uhr
Trotz hohen Temperaturen haben von Freitag bis Sonntag über 40'000 Menschen das 64. Zentralschweizerische Jodlerfest in Andermatt besucht. Für die Besucherinnen und Besucher gab es viel Folklore und einen bunten Festumzug durch das Dorf.
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Quelle: Tele 1

«Das 64. Zentralschweizerische Jodlerfest dürfte den zehntausenden Besucherinnen und Besucher als gemütliches, fröhliches Fest inmitten einer einmaligen Bergkulisse in Erinnerung bleiben», schreibt das Organisationskomitee in seiner Medienmitteilung.

Wie erwartet strömten über die drei Festtage verteilt über 40'000 Festbesucherinnen und -besucher nach Andermatt. Alleine am Samstag zählten die Organisatoren rund 22'000 Menschen und das ohne Verkehrsprobleme: «Wider den Erwartungen im Vorfeld sorgte der Verkehr für überhaupt keine Schwierigkeiten – während des ganzen Fests konnte der Verkehr einwandfrei fliessen», sagt OK-Präsident Christoph Gähwiler.

Hier gibt es den ganzen Umzug nochmals zum Anschauen:

Schlaflose Nacht bereitet Freude

«Ich konnte die ganz Nacht nicht schlafen. Am Morgen um 5 Uhr wurde noch gejodelt. Das ist wunderschön», schwärmt Gähwiler. Die lange Nacht sah man am Sonntag gewissen Jodlerinnen und Jodlern an. «Es war ein tolles Fest», sagt Karin Stierli aus Baar. «Wir haben drei Tage langen gejuchzed und gefestet.» Aus Sissach im Kanton Baselland ist Hedy Lehmann angereist. «Ich gehe an jedes Jodlerfest. Mir gefällt die Stimmung und vor allem die Musik.»

Ausserordentliche Bühnen

Für Gesprächsstoff habe zwar die Sperrung der Oberalppassstrasse zwischen Andermatt und der Passhöhe gesorgt, doch der Sicherheitsaspekt gerade im Dorfkern, der zu einer einzigen Flaniermeile geworden ist, sprach dafür, lautet das Fazit des Organisationskomitees.

Während die Gäste flanierten, stellten sich am Wochenende auch 2700 Jodlerinnen und Jodler, Fahnenschwingerinnen und Fahnenschwinger, Alphornbläserinnen und Alphornbläser der Beurteilung einer Fachjury. Dabei boten sich den Teilnehmenden für einmal ganz spezielle Bühnen: So klangen die Alphörner im Hinterhof des Hotels The Chedi auf einer Bühne im Wasser, die Jodlerinnen und Jodler füllten mit ihren Melodien die Konzerthalle aus und in der ehrwürdigen Kirche St. Peter und Paul wurde vor vollen Ränge gesungen. Laut Fabian Niklaus, der zum ersten Mal als Präsident des Zentralschweizerischen Jodlerverbands dieses Jodlerfest erleben durfte, waren die Vorträge in allen Sparten sehr gut. Die coronabedingte Zwangspause für die Vereine habe man überhaupt nicht gespürt.

Hohes Niveau in allen Sparten

Und so erstaunt es nicht, dass viele Teilnehmende von der Jury auch gut bewertet wurden: Bei 220 Jodelvorträgen erreichten 67 Prozent der Teilnehmenden die Note 1 und 25 Prozent die Note 2. «Die Zahl der Teilnehmenden ist sehr erfreulich», freute sich Obfrau Bernadette Roos-Stadelmann. In der Sparte Alphorn- und Büchelblasen, bei insgesamt 186 Vorträgen, wurde bei 45 Prozent die Klasse 1 vergeben und bei 48 Prozent die Klasse 2. «Nicht nur der Vortragsplatz war grandios, auch die Vorträge waren von sehr hohem Niveau», sagte Lukas von Moos, Obmann Alphorn- und Büchelblasen. Bei den Fahnenschwingern konnten 105 Vorträge bestaunt werden, 52 Prozent erreichten die Klasse 1 und 39 Prozent die Klasse 2. – Alles in allem zeigt sich Fabian Niklaus begeistert vom Fest: «Der Besucheransturm war einfach gewaltig, insbesondere gestern Samstag war absolute Spitzenklasse. Dieses Fest dürfte allen in hervorragender Erinnerung bleiben, ich bin überglücklich», so Fabian Niklaus.

Bilder des farbenfrohen Festumzuges und weitere Eindrücke des 64. Zentralschweizer Jodlerfest siehst du im Video oben.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 19. Juni 2022 19:24
aktualisiert: 20. Juni 2022 10:02
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