VCS will 30er-Zone

«Mir platzt der Kragen!» – Sisiger Gemeindepräsident zur Axenstrasse-Petition

20. Juni 2020, 12:18 Uhr
Die Axenstrasse ist Teil der A4 und verbindet am rechten Ufer des Vierwaldstättersees Brunnen mit Flüelen. (Archivbild)
© Keystone/GAETAN BALLY
Der VCS will auf der Axenstrasse durch Sisikon eine 30er-Zone einführen. Dazu hat er eine Unterschriftensammlung lanciert, die am Samstag den Einwohnern der Gemeinde in den Briefkasten verteilt wurde. Der Gemeindepräsident tobt vor Wut.

Tempo 30 in Sisikon gebe mehr Sicherheit für Kinder auf dem Schulweg und für Fussgänger allgemein, begründete der Schweizer Verkehrsclub seine Petition. Auch die Ein- und Ausfahrt auf und von Seitenstrassen auf die Axenstrasse werde einfacher. Nicht zuletzt reduziere sich auch der Lärm in Sisikon, so der VCS.

Gar nicht einverstanden mit der Petition ist der Gemeindepräsident von Sisikon, Timotheus Abegg. In einer schriftlichen Stellungnahme mit dem Titel «Mir platzt der Kragen!» befürchtet der Gemeindepräsident, dass der Verkehr mit Tempo 30 vollkommen zum Erliegen komme.

«Es reicht anscheinend nicht, dass der VCS seit Jahren das Projekt Axenumfahrung blockiert und die Sicherheitsproblematik sowie die Verkehrssituation am Axen ignoriert», liess Abegg seinem Frust freien Lauf. Es sei eine Frechheit, wie der VCS vorgehe und wie man mit vermeidlich guten Ideen die Bevölkerung beeinflussen wolle.

Für den Gemeindepräsidenten bleibt eine Umfahrung die einzige sinnvolle Lösung. Dazu müssten alle am selbe Strang ziehen. Er verlangt, dass der VCS und weitere Parteien die Einsprachen gegen die Umfahrung zurückziehen.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 20. Juni 2020 11:52
aktualisiert: 20. Juni 2020 12:18