Gesundheitsbericht

Urnerinnen und Urner fühlen sich gesund

3. September 2020, 06:57 Uhr
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Quelle: Tele1

Urner leben weniger lang als der Durchschnittsschweizer. Die Urner Bevölkerung fühlt sich aber gesund. Sie beisst weniger oft in einen Apfel als der Durchschnitt der Gesamtschweiz, ist aber körperlich aktiver.

Dies geht aus dem 3. kantonalen Gesundheitsbericht hervor, den die Gesundheitsdirektion am Mittwoch vorgestellt hat. Demnach sei die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten der Urnerinnen und Urner in vielen Bereichen besser als jene der Gesamtschweiz.

Schau dir die Reaktionen der Urnerinnen und Urner auf den Gesundheitsbericht im Video an.

Urner essen weniger Früchte und Gemüse

Einen dringenden Handlungsbedarf gebe es nicht, wird Gesundheitsdirektor Christian Arnold (SVP) zitiert. Es gelte nun, an der bisherigen Gesundheitspolitik festzuhalten. Aufmerksamkeit sei den Bereichen zu schenken, in denen Uri Defizite habe.

Unter dem Schweizer Durchschnitt ist in Uri die Lebenserwartung, die bei den Frauen bei 84 Jahren liegt und bei den Männern bei 81. Über 88 Prozent der befragten Urnerinnen und Urner schätzen ihre Gesundheit aber als gut oder sehr gut ein. Im Schweizer Durchschnitt sind es nur 85 Prozent.

Wildheuer in Isenthal UR: Die Urner sind körperlich aktiver als der Durchschnittsschweizer. (Archivbild)

© KEYSTONE/URS FLUEELER

Von der Empfehlung, täglich fünf Mal Gemüse oder Früchte zu essen, wird im Kanton Uri weniger gehalten als im Rest der Schweiz. Die Urnerinnen und Urner bewegen sich dafür mehr als ihre Landsleute: 81 Prozent sind ausreichend körperlich aktiv, der Schweizer Durchschnitt liegt bei 76 Prozent.

Je älter desto mehr Alkohol

Alkohol wird in Uri tendenziell weniger getrunken als in den anderen Kantonen. Der tägliche Alkoholkonsum nehme mit dem Alter aber stark zu, hiess es im Gesundheitsbericht. Bei den Jüngeren sei hingegen das Rauschtrinken verbreiteter.

Drei von vier Urnerinnen und Urner erklärten in der Umfrage, mit ihrer Arbeit zufrieden zu sein. Nur 3 Prozent gaben eine geringe Arbeitszufriedenheit an, in der Gesamtschweiz sind es 11 Prozent.

Auch bei den Gesundheitskosten ist Uri unterdurchschnittlich. Die jährlichen Bruttokosten der obligatorischen Krankenversicherung beliefen sich 2017 pro Kopf auf 2'959 Franken. Der Schweizer Wert liegt fast 900 Franken höher bei 3'842 Franken.

Quelle: PilatusToday/SDA
veröffentlicht: 2. September 2020 21:50
aktualisiert: 3. September 2020 06:57