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Zu Besuch bei Siemens Zug

Energieministerin Sommaruga weibelt in Zug für das CO2-Gesetz

8. März 2021, 21:37 Uhr
Die Schweiz soll bis 2050 keine Treibhausgase mehr ausstossen, so sieht es die Klimastrategie des Bundes vor. In Zug hat sich Bundesrätin Simonetta Sommaruga jetzt ein Bild dazu gemacht, inwiefern die Schweizer Industrie und Forschung bereit ist, dieses Ziel zu erreichen.
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Quelle: PilatusToday

Klima, Wirtschaft und Arbeitsplätze: Dass diese drei Punkte unter einen Hut gehen, davon hat sich Energieministerin Simonetta Sommaruga am Montag in Zug überzeugt. Sie hat das Technologie-Unternehmen Siemens an seinem grössten Schweizer Standort in Zug besucht. 1700 Mitarbeiter sind dort in Forschung, Entwicklung, Produktion und Verwaltung beschäftigt.

Gratis-Strom für Mitarbeiter

Warum sich die Bundesrätin gerade dieses Unternehmen für ihre Visite ausgesucht hat? Siemens ist mit seinen rund 5300 Mitarbeitern in der Schweiz unter den grössten Arbeitgebern der Industriebranche und im Energiebereich ein wichtiger Akteur. Zudem ist das Unternehmen eine Art Vorzeige-Beispiel, wie eine ambitionierte Klimastrategie umgesetzt werden kann. Während die Klimastrategie des Bundes vorsieht, dass die Schweiz bis 2050 unter dem Strich keine Treibhausgase mehr ausstossen soll, will das Unternehmen, das in über 190 Ländern tätig ist, sein operatives Geschäft bereits bis spätestens 2030 komplett klimaneutral betreiben. Am Hauptsitz in Zug will Siemens das Ziel schon bis 2023 erreichen. Unter anderem investiert das Tech-Unternehmen dafür rund 70 Millionen Franken allein in die Sanierung eines Gebäudes an der Theilerstrasse. Zudem baut die Firma die Ladestationen für Elektrofahrzeuge aus, an denen Mitarbeitende gratis tanken können. So sollen sie motiviert werden, auf umweltfreundliche Autos umzusteigen.

Sommaruga: «Das verkauft sich im In- und Ausland»

«Vom Klimaschutz profitieren Bevölkerung und Wirtschaft, das sehen wir in Zug sehr eindrücklich», sagte Sommaruga im Anschluss an den Siemens-Rundgang. «Unternehmen erforschen neue Technologien und machen beispielsweise das Energiesparen oder das Laden des Elektroautos kinderleicht. Das verkauft sich im In- und Ausland, schafft moderne Arbeitsplätze und bewahrt unsere Lebensgrundlagen», so die Bundesrätin. Und: «Darum stellen sich zahlreiche Unternehmen und Organisationen aus der Wirtschaft hinter unser Klimaschutzgesetz.»

Referendum ergriffen

Mit ihrem Besuch in Zug weibelt die Bundesrätin also auch um die Gunst der Stimmbevölkerung in Sachen CO2-Gesetz, gegen welches sich Widerstand formiert hat: Automobilverbände sowie linke Kreise, denen das Gesetz zu wenig weit geht, haben dagegen das Referendum ergriffen. Das Schweizer Stimmvolk wird im Juni darüber entscheiden.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 8. März 2021 19:07
aktualisiert: 8. März 2021 21:37