Kanton Zug

Erdrutsch im Lorzentobel geräumt

24. April 2020, 09:34 Uhr
In Allenwinden rutschte Anfang März ein grosser Teil des Hangs in die Lorze.
© Baudirektion Zug
Der Hangrutsch der Anfang März im Lorzentobel das Flussbett füllte, hat sich stabilisiert und die nötigen Sicherungsarbeiten sind beendet. Trotzdem wird der Ort des Ereignisses vom Kanton genauestens überwacht.

Ein Hangrutsch hatte in der Nacht auf Mittwoch, 4. März 2020, im Lorzentobel teils das Flussbett gefüllt, wir berichteten. Aus dem bekannten Rutschgebiet Herrenmatt im Baarer Ortsteil Allenwinden war in den vergangenen Jahren im Zeitlupentempo laufend Material in die Lorze befördert worden.

Umgehende Sicherheitsarbeiten

Noch am Folgetag des Ereignisses begann ein beauftragter Unternehmer, den Spülkanal der WWZ freizulegen und einen Hochwasserschutzdamm entlang der Strasse zu errichten. Zusammen mit der WWZ wurde zudem das Lorzenbett entlang der WWZ-Ufermauer auf eine Breite von drei Metern freigeräumt, damit das Wasser bis zu einer gewissen Hochwassermenge wieder in seinem ursprünglichen Gerinne abfliessen kann. Der kleine Rückstau in der Lorze vor der Rutschmasse entleerte sich.

Einsatzbereiter Bagger

Dank des schönen und trockenen Wetters hat sich die Situation im Rutschgebiet beruhigt. Bewegt sich die Masse künftig weiter Richtung Fluss, zum Beispiel nach starken Regenfällen, wird das Gerinne der Lorze umgehend wieder freigelegt.

Der Schreitbagger des Unternehmers bleibt vorläufig vor Ort und ist sofort einsatzbereit. Die Trübungen in der Lorze durch abgeschwemmte Feinsedimente sind nach Meinung der Fischerei vertretbar und bedürfen keiner Massnahmen. Bei Normalabfluss wird wenig Material abgetragen. Nur bei Baggerarbeiten tritt analog einem Hochwasserereignis eine starke Trübung auf.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 24. April 2020 09:34
aktualisiert: 24. April 2020 09:34