Keine Einsprachen

Flüchtlingsdorf kommt auf der Lorenzenallmend in Zug zu stehen

9. September 2022, 14:33 Uhr
Der Kanton Zug erstellt auf der Lorzenallmend in der Stadt Zug einen Modulbau mit Platz für 400 Flüchtlinge. Sie sollen im Frühling 2023 einziehen können. Als Alternative behält der Kanton jedoch das Pavatex-Areal in Cham in der Hinterhand.
Ein Containerdorf wie jenes in Bern soll ab Frühling 2023 auch in der Stadt Zug Platz für 400 Flüchtlinge bieten. (Archivbild)
© KEYSTONE/ANTHONY ANEX
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Die Stadt Zug habe die Baubewilligung für das Flüchtlingsdorf erteilt. Die Ausführungsplanung werde umgehend gestartet, teilt die Zuger Baudirektion mit. Der Kanton hat den Modulbau bereits erworben. Gegen den Standort Lorzenallmend waren keine Einsprachen eingegangen.

Anders sah es in Cham aus. Dort hatte der Kanton eine Baueingabe für das Gebiet Röhrliberg gemacht. Dagegen wurde allerdings Widerstand aus der Bevölkerung laut. In der Folge schlug der Gemeinderat dem Kanton als Alternative das Areal der ehemaligen Pavatex-Fabrik neben der Papieri vor, das der Cham Group gehört.

Dieser Standort sei von der Baudirektion geprüft und grundsätzlich für geeignet erachtet worden, heisst es in der Mitteilung. Er solle im Sinne einer möglichen zusätzlichen Option bei allfälligem Bedarf weiterverfolgt werden. Im Gegenzug werde die Baueingabe für den Standort Röhrliberg zurückgezogen.

Der Kanton Zug muss 1,5 Prozent aller Schutzsuchenden aufnehmen. Bei verschiedenen temporären kantonalen Unterkünften laufen die Mietverträge in absehbarer Zeit aus.

Quelle: sda
veröffentlicht: 9. September 2022 14:33
aktualisiert: 9. September 2022 14:33