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Coronavirus

Kanton Zug plant keine weiteren finanziellen Corona-Hilfen

14. Juni 2021, 18:54 Uhr
Die finanzielle Unterstützung der Wirtschaft in den letzten Monaten war erfolgreich. Mehr als 100 Millionen Franken wurden ausbezahlt. Die Zuger Regierung hat bekannt gegeben, dass Zug aktuell keine weiteren finanziellen Hilfeleistungen plane.
Plant keine weitere finanzielle Unterstützung: Der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler. (Archivbild)
© KEYSTONE/URS FLUEELER

Der Kanton Zug hat in der Coronakrise insgesamt 582 Unternehmen mit über 104 Millionen Franken unterstützt. Die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus würden vom Bund stetig gelockert, was der Wirtschaft die Möglichkeit gebe, sich zu erholen und ohne staatliche Unterstützung selbst zu regulieren, teilte die Zuger Finanzdirektion am Montag mit.

Der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler (SVP) nennt das Zuger Härtefallprogramm «einen vollen Erfolg». Es habe viele Konkurse abgewendet und die Zuger Wirtschaft stark entlastet. Für ihn sei klar, dass es nach der Lockerung der Massnahmen nicht am Kanton liegen könne, jedes Unternehmen am Leben zu erhalten.

Die angeschlagene Wirtschaft müsse sich jetzt nachhaltig erholen und neu finden können.

80 Prozent der Gesuche gutgeheissen

Insgesamt gingen im Rahmen des Härtefallprogramms 739 Gesuche ein. Rund 80 Prozent konnten gutgeheissen werden. Mehr als 50 Prozent der gesprochenen Beiträge gingen an Betriebe der Hotellerie und Gastronomie. Aufgrund der sich mehrfach geänderten Rahmenbedingungen erhöhte Zug die ursprünglich beim Kantonsrat beantragten 44 Millionen Franken in zwei Schritten auf insgesamt 150 Millionen Franken. Auch, weil anstatt der ursprünglich angedachten Darlehen grossmehrheitlich nicht rückzahlbare Beiträge ausbezahlt wurden.

Kurzarbeitsverfahren wieder regulär

Ebenfalls ist es im Kanton Zug nun nicht mehr möglich, auf vereinfachtem Weg Kurzarbeit zu beantragen. Eingaben über dieses vereinfachte Verfahren waren für den Kanton nicht einfach überprüfbar, so die Zuger Volkswirtschaftsdirektorin Silvia Thalmann-Gut. Dies, da die Unternehmen viele Kennzahlen selbst deklarieren konnten.

Die Anträge um Kurzarbeit sind in Zug auf einem viel tieferen Niveau als vor einem Jahr. Diesen Mai wurden 826 Anträge bearbeitet, im Mai 2020 mehr als 3'500. Die vereinfachte Eingabemöglichkeit kann laut Thalmann-Gut nun problemlos beendet werden.

(sda/zno)

Quelle: sda / PilatusToday
veröffentlicht: 14. Juni 2021 11:55
aktualisiert: 14. Juni 2021 18:54