Crypto-Affäre

Nachrichtedienst des Bundes wird wegen der Crypto-Affäre unter die Lupe genommen

12. November 2020, 10:14 Uhr
Die Maschinen der Zuger Firma Crypto liessen eine Hintertüre offen für die Geheimdienste CIA und BND.
© KEYSTONE/Ennio Leanza
Durch einen Bericht zur Crypto-Affäre sind Mängel beim Nachrichtendienst des Bundes aufgedeckt worden. Daher hat sich nun die Aufsichtsbehörde über den Nachrichtendienst eingeschaltet, wie «Radio SRF» berichtet.

Zwischen 2011 bis 2014 hat der Nachrichtendienst offenbar unrechtmässig Akten vernichtet. Dies hat der Bericht gezeigt. Der Leiter der Aufsichtsbehörde, Thomas Fritschi, hat deshalb angekündigt, dass man sich den Prozess des Aktenarchivierens und -vernichtens nochmals genauer anschauen möchte. Es sei auch denkbar, dass man dies bei zukünftigen Kontrollen einfliessen lässt. Der Nachrichtendienst habe nämlich auch gewisse Akten zu der Crypto-Affäre in ihren Anlagen der Armee gebunkert – worauf niemand Zugriff gehabt habe.

Zum Vorschein kamen die Dokumente erst vor einem Jahr. Als Folge der Affäre will der Nachrichtendienst des Bundes sein verstecktes Archiv teilweise aufgeben und Akten – darunter die zur Crypto AG – ins Bundesarchiv zügeln.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 12. November 2020 10:15
aktualisiert: 12. November 2020 10:14