Keine lokalen Firmen

Veranstalter von Zug Fäscht wehrt sich gegen Vorwürfe

23. September 2022, 12:32 Uhr
Gemäss zweier lokaler Veranstaltungstechnikfirmen im Kanton Zug wurden für das Zug Fäscht anfangs September keine lokalen Veranstaltungsfirmen angefragt. Das stimme so nicht, sagt der Verein «KulturFäscht», der den Anlass organisierte – mehrere Gemeinden hätten auf lokale Anbieter zurückgegriffen.
Beim Zug Fäscht Anfang September gab es zehn verschiedene Festplätze.
© Zug Fäscht

Rund 45'000 Menschen waren am 3. September 2022 in der Stadt Zug unterwegs und besuchten die verschiedenen Festplätze am Zug Fäscht. Elf Gemeinden haben ihren eigenen Festplatz organisiert und koordiniert. Verantwortlich für den Grossanlass war der Verein «KulturFäscht».

Vorstoss beim Zuger Parlament eingereicht

Im Nachgang zum Zug Fäscht haben sich zwei lokale Veranstaltungstechnikfirmen bei der Zuger Zeitung in einem Leserbrief gemeldet. Ausserdem ist beim Zuger Stadtparlament ein Vorstoss eingegangen. In beiden Schriftstücken wird den Veranstaltern vorgeworfen, beim Zug Fäscht lokale Firmen nicht einbezogen zu haben.

So schreiben die beiden Firmen im Leserbrief, dass keine der acht in Zug tätigen Eventtechnikfirmen angefragt wurden. «Unserer Meinung nach wäre es ein starkes Zeichen gewesen, wenn für das Zug Fäscht – ein Anlass, der unter anderem durch die Stadt und den Kanton Zug massiv mitfinanziert worden ist – lokale Firmen berücksichtigt worden wären», steht darin.

Der Grünliberale David Meyer will in seinem Vorstoss wissen, weshalb nicht die lokale Branche gewählt worden sei. Ausserdem kritisiert er, dass eine Veranstaltungsfirma aus Deutschland angeblich Equipment lieferte und «wie die Verantwortlichen der Energiestadt Zug das unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit rechtfertigen.» Die Anfrage ist bei der Zuger Stadtregierung eingegangen. Bis zum Vorliegen der Antwort werde keine Stellungnahme der Stadt erfolgen, heisst es auf Anfrage.

«Vorwürfe stimmen nicht»

Dafür äussert sich der Projektleiter des Zug Fäschts, Philipp Schweiger: «Es stimmt schlicht und einfach nicht, dass keine lokalen Unternehmer berücksichtigt wurden.» Jede Gemeinde sei für ihren Festplatz selbst verantwortlich gewesen und habe kulturelle Gruppen, Gastronomen, die Infrastruktur, Helfer und Techniker selbst organisiert.

Dabei seien auch lokale Anbieter angefragt und engagiert worden. «Steuergelder wurden für die Eventtechnik keine verwendet, da die Gemeinden ihre Festplätze und damit auch die Bühnen und Eventtechnik selbst finanziert haben.» Gemäss Philipp Schweiger sei das Zug Fäscht eine «grosse Kiste» gewesen. Dabei hätten viele Gemeinden auf Firmen zurückgegriffen, mit denen sie bereits Erfahrungen gesammelt hatten und bei denen sie wussten, dass die Zusammenarbeit funktioniert.

Die angesprochene Eventfirma aus Deutschland habe einen Sitz in der Schweiz und wurde auf Anfrage empfohlen, da sie in den letzten Jahren durch personelle und technische Zuverlässigkeit auch bei Grossveranstaltungen überzeugt habe. Zudem seien zeitgleich noch diverse andere Veranstaltungen wie die Schweizer Meisterschaften im Vereinsturnen in Zug gewesen. Dadurch waren viele lokale Firmen bereits bei anderen Anlässen involviert.

(abl)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 23. September 2022 12:23
aktualisiert: 23. September 2022 12:32
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