Bilanz

Ziel mehr als erreicht: Das ESAF 2019 war klimaneutral

Marcel Jambé, 7. Mai 2020, 17:35 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Über 400'000 Menschen begaben sich ans ESAF letztes Jahr. Das Ziel, das erste klimaneutrale Eidgenössische Schwing- und Älplerfest zu organisieren wurde erfüllt. Auch die Zufriedenheit der Gäste, Helfer und Sportler wurde fast zu hundert Prozent gewährleistet.

Die Organisatoren des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2019 sind stolz auf das Erreichte. «Wenn ich zurückschaue, sind wir sehr zufrieden mit den Klimazielen, wir haben die Ziele mehr als erfüllt», sagt OK-Präsident Heinz Tännler. Es ist das erste klimaneutrale ESAF in der Geschichte des Eidgenössischen. So konnten die Organisatoren neue Massstäbe setzen. Beispielweise konnte der öV im Arena-Ticket integriert werden. Das sehr ambitionierte Ziel, 80 Prozent der Besucherinnen und Besucher fahren mit dem öV oder mit dem Velo ans Fest, wurde tatsächlich erreicht. Auch wurde auf einen Festführer verzichtet, um damit Tonnen von Altpapier zu verhindern.

Nachhaltigkeitsfonds wurde ins Leben gerufen

Zusammen mit der Stiftung myclimate wurde ein Fonds für Nachhaltigkeit auf die Beine gestellt. Zum ersten Mal wurde bei einem ESAF der ökologische Fussabdruck berechnet und das ausgestossene CO2 kompensiert. Für Heinz Tännler haben sich die Bestrebungen gelohnt. «Die regionale Wertschöpfung war hoch. Die ausgestossenen CO2-Emissionen pro Besucher liegen mit 20,9 Kilogramm deutlich unter dem Ziel von 25 Kilogramm. Im Nachhaltigkeitsfonds hat es einen Betrag von 387'000 Franken, womit für 237'000 Franken die Klimaneutralität finanziert wurde. Mit dem Rest konnte in regionale Umweltprojekte investiert werden.»

Herausforderungen erfolgreich gemeistert

Eine der Herausforderungen war definitiv das urbane Gebiet, meint Tännler. «Denn das Eidgenössische fand eigentlich mitten in der Stadt statt. Dabei war die Kommunikation sehr wichtig, indem man die Bevölkerung informiert, Verständnis aufzeigt.» Tännler zeigt Verständnis wegen der Lärmbelästigung, die anfangs für Diskussion sorgte. «Wenn man mit einem der grössten Anlässe der Schweiz mitten in die Stadt kommt, ist das selbstverständlich eine Herausforderung und führt auch zu Skepsis am Anfang oder gar eine Abneigung gegenüber dem ESAF. Deswegen ist auch wichtig, dass wir den Menschen aufzeigen, was wir machen, um die Anwohner vor dem Lärm zu schützen.» Schlussendlich hat sich gezeigt, dass das Komitee alle Versprechen einhalten konnten.

99 Prozent fühlten sich sehr sicher

Laut Organisatoren war das Ziel, dass jeweils 90% der Anspruchsgruppen zufrieden mit dem Fest waren. Laut Medienmitteilung liegt die Gesamtzufriedenheit bei 97%. Sowohl bei den Besuchern, als auch bei den Helfern sind die Resultate bei gut bis sehr gut. Ebenfalls fast 100% fanden die Sportler das Fest gut bis sehr gut. Bei 93% der Anwohner hatte das Fest einen guten Eindruck hinterlassen. Im Vergleich zu anderen ESAF war das Publikum am diesjährigen ESAF in Zug besser durchmischt. Sprich es hatte mehr Frauen und jüngere Zuschauer. Rund 99% der Besucher fühlten sich am Fest sehr sicher.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 7. Mai 2020 17:34
aktualisiert: 7. Mai 2020 17:35