E-China-Force

So reagiert das Internet auf den Echinaforce-Hype

15. September 2020, 11:30 Uhr
Echinaforce wurde den Apotheken aus den Regalen gerissen. (Symbolbild)
© Keystone / Alexandra Wey
Es war am Montag eine Sensationsmeldung: Echinaforce tötet Coronaviren. Nur im Reagenzglas und es braucht noch viele weitere Studien. Spielt keine Rolle. Das Internet drehte durch.

Echinaforce ist das neue WC-Papier. Worüber sich die Twitter-User lustig machten, war am Montag Realität. In den Apotheken der Schweiz, so auch in Luzern, gingen die Bestände des Naturheilmittels aus (wir berichteten).

Auch unsere Social-Media-Redaktion nahm diese Tatsache zur Kenntnis

Die Tauschbörse ist eröffnet: Immer die richtige Ausrüstung dabei.

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Und so ging Twitter mit der Meldung um

Etwas reale Ernüchterung

«Diese aktuelle Studie bedeutet erst mal gar nichts. Denn wir wissen derzeit nicht, ob es auf der Schleimhaut der Nase und des Rachens genauso gut wirkt wie in der Zellkultur. Deshalb braucht es unbedingt zuerst klinische Studien am Menschen mit genügend Leuten, um von einem Durchbruch sprechen zu können», so Huldrych Günthard vom Unispital Zürich zum Tages-Anzeiger am Dienstag. Er relativiert damit die Ergebnisse erheblich.

Und selbst Olivier Engler, Leiter der Virologie im Labor Spiez, schränkt die Aussagekraft der Studie in der Tagesschau des SRF ein: «Wir haben lediglich die Aktivität in vitro getestet. Um Rückschlüsse auf die Effektivität im Menschen machen zu können, müsste man klinische Studien am Menschen durchführen.»

Die Sensation aus Spiez bleibt damit vorerst aus. Aber das Internet bleibt sicher dran.

So würde E-China-Force vermutlich helfen

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Quelle: PilatusToday

(kra)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 15. September 2020 11:30
aktualisiert: 15. September 2020 11:30