«Das ist sehr bitter»

Der EVZ verliert erneut kurz vor Schluss: So reagieren die Spieler

Tobias Hotz, 21. April 2022, 06:08 Uhr
Der Ausgleich in der Finalserie gegen die ZSC Lions ist dem EVZ am Mittwochabend nicht gelungen. Drei Minuten vor Schluss gelang den Zürchern der Siegestreffer. Damit führt der ZSC in der Serie mit 2:0. Die Zuger zeigen sich weiter zuversichtlich.

Quelle: TV24 / Highlights EVZ-ZSC Lions Spiel 7

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Es waren noch rund drei Minuten und 20 Sekunden zu spielen im Zürcher Hallenstadion. Die Partie hatte sich in den letzten Minuten zu einem Offensivspektakel entwickelt. Es gab auf beiden Seiten etliche Chancen. Drei Minuten und 20 Sekunden vor Schluss hatte EVZ-Stürmer Reto Suri die Entscheidung auf dem Stock. Doch der Zuger verzog.

ZSC kontert sich zum Sieg

23 Sekunden nach dem Zuger Hochkaräter stand das Hallenstadion Kopf. Denis Malgin brachte den ZSC im Gegenzug auf Pass von Denis Hollenstein mit 2:1 in Front. Die Paradelinie der Zürcher sorgte an diesem Abend für die Differenz. Eine Differenz, die eigentlich der EVZ viel früher in der Partie hätte machen müssen. «Wir müssen kreativere Lösungen im fünf gegen fünf finden», sagt EVZ-Stürmer Yannick Zehnder.

Die Partie im Hallenstadion startete fast so, wie das erste Finalspiel in der Bossard Arena endete. Die ZSC Lions konnten bereits nach 53 Sekunden in Überzahl agieren. Die Zürcher schienen nahe am vierten Treffer in Serie in dieser Finalserie. Die Zuger überstanden die anfängliche Druckphase. Dabei konnten sich die Zuger erneut auf einen stark aufspielenden Leonardo Genoni verlassen.

Die Niederlage im Auftaktspiel schien beim EVZ keine Spuren hinterlassen zu haben. Nach rund fünf Minuten übernahm der Meister das Spieldiktat. Zeitweise setzten sich die Zuger im Drittel der Zürcher derart fest, als hätten sie einen Mann mehr auf dem Eis. Die Zuger liessen jedoch im Slot die nötige Präsenz vermissen. ZSC-Goalie Jakub Kovar hatte freie Sicht und somit keine Mühe, die Zuger Abschlüsse zu parieren.

Zug verpasst Vorentscheidung

«Dan Tangnes sagte uns in der Pause, dass wir mehr Verkehr vor dem gegnerischen Tor produzieren müssen», sagte Samuel Kreis nach der Partie. Yannick Zehner nahm sich diese Anweisung besonders zu Herzen. Senteler spielte einen präzisen Querpass vor das Zürcher Tor, wo der Ur-Zuger zur Führung einschob. Der Führungstreffer in 23. Spielminute war der Auftakt zu einer Druckphase, in welcher der EVZ die Partie hätte entscheiden müssen. Doch Hofmann, Bachofner und Müller scheiterten allesamt an Kovar. Der tschechische Schlussmann parierte im Mitteldrittel 15 Schüsse.

Die fehlende Effizienz bestraften die Zürcher im Powerplay. EVZ-Verteidiger Claudio Cadonau musste wegen einer Behinderung für zwei Minuten auf die Strafbank. ZSC-Topscorer Sven Andrighetto nutze das viele Eis zum Ausgleich.

Es gilt Kovar zu überwinden

Auch im dritten Drittel liess der EVZ die nötige Effizienz vermissen. Von den total 35 Zuger Schüssen im gesamten Spiel fand nur einer den Weg ins Tor - zu wenig gegen diese abgeklärten Zürcher. Trotz 0:2-Rückstand in der Serie ist für den amtierenden Meister noch alles möglich. Für eine Rückkehr in diese Finalserie muss der EVZ dringend den Schlüssel in den Kasten von Jakub Kovar finden. Dabei würde sicherlich helfen, wenn sein Bruder Jan Kovar in dieser Serie mit dem Toreschiessen beginnt.

Stimmen zum Spiel

1:0 in Führung und dann doch wieder als Verlierer vom Feld gehen: «Das ist sehr bitter», sagt EVZ-Stürmer Yannick Zehnder, der am Mittwochabend den ersten und einzigen Zuger Treffer erzielte.

Quelle: PilatusToday

«Die Coaches werden am Freitag mit einem guten Plan kommen», ist sich EVZ-Verteidiger Samuel Kreis sicher. «Wir müssen kaltblütiger sein.» Im Interview zeigt er sich zuversichtlich, dass die Zuger am Samstag den ersten Sieg holen.

Quelle: PilatusToday

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(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 20. April 2022 19:38
aktualisiert: 21. April 2022 06:08