Alpstaeg-Unruhen

FCL-Trainer Frick nach Niederlage: «Das war Karma!»

2. Oktober 2022, 20:18 Uhr
In letzter Sekunde verliert der FC Luzern das Spiel gegen YB mit 1:2. Für Diskussionen sorgten jedoch vor allem die Aussagen von FCL-Boss Bernhard Alpstaeg. Trainer Frick äusserte sich im Interview zu den Unruhen beim FCL.

Quelle: PilatusToday

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Die 1:2-FCL-Niederlage gegen YB wurde am Sonntagnachmittag zur Nebensache. Bei der Rückkehr des ehemaligen FCL-Publikumslieblings und Eigengewächs Filip Ugrinic, sorgte vor allem ein anderes Thema für Gesprächsstoff. Vor dem Stadion wurde rege über die Aussagen von Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg diskutiert. Das Verdikt der FCL-Fans: Viel Unverständnis und Enttäuschung über das Vorgehen des FCL-Bosses. Alpstaeg brachte mit seinen Äusserungen viel Unruhe auf die Allmend. Es brennt wieder einmal lichterloh beim FC Luzern.

Das sagen die FCL-Fans über die Aussagen von Bernhard Alpstaeg:

Quelle: PilatusToday / David Migliazza

Mario Frick meinte nach dem Spiel an der Pressekonferenz: «Dass wir in letzter Sekunde verlieren, ist Karma. Mit einer solchen Unruhe vor dem Spiel – in der vergangenen Rückrunde hätten wir ein solches Spiel noch gewonnen.» Auf die Frage, was geschehen muss, damit wieder Ruhe einkehrt, antwortet Frick: «Das kann ich nicht sagen, fragen sie Bernhard Alpstaeg.» Man spürt, auch FCL-intern herrscht viel Kopfschütteln und Enttäuschung. Frick versuche nun, so normal wie möglich weiterzuarbeiten. Dennoch: «Es muss schleunigst aufhören!»

Wie weit die Unruhen auch auf die Mannschaft übergeschwappt seien, könne Mario Frick nicht beantworten. «Aber es ist klar, dass diese Aussagen auch bei den Spielern angekommen sind.» Pascal Schürpf wollte im Interview jedoch nicht gross auf die aktuelle Situation neben dem Platz eingehen. Er meinte: «Wir konzentrieren uns auf unsere Leistung. Nach der verkorksten letzten Saison sind wir den Fans noch immer einiges schuldig.»

Das ganze Drumherum neben dem Platz verschleiert fast ein wenig, wie gut der FCL gespielt hatte. Vor allem in der ersten Halbzeit waren die Mannen von Mario Frick ganz klar die überlegene Mannschaft. Gekrönt wurden die Bemühungen in Form eines wunderbaren Schürpf-Lob-Tores. Luzerns Nummer 11 glich in der 18. Minute verdient zum 1:1 aus. Sein erstes Meisterschaftstor seit über einem Jahr.

Dass Nsame nur wenige Sekunde vor Schlusspfiff überraschend den 1:2 Siegestreffer für die Berner markierte, widerspiegelte das Gesehene auf dem Feld nicht. «Ein 1:1 wäre sicherlich gerecht gewesen», meinte Pascal Schürpf. Mario Frick ergänzte: «Es ist unglaublich bitter.»

Szene des Spiels

Zu reden gab vor und während dem Spiel vor allem die Aussagen von FCL-Boss Alpstaeg. Die Fans gaben ihre Meinung mit folgenden Bannern kund:

Also viel Unverständnis gegenüber dem Mehrheitsaktionär, aber auch viel Unterstützung für den Präsidenten Stefan Wolf und Sportchef Remo Meyer. Die Fans zeigen klar und deutlich: Wenn ein Kopf rollen soll oder muss, dann der von Bernhard Alpstaeg. Dieser meinte im Sonntags-Blick-Interview jedoch deutlich, dass es überhaupt nicht daran denke, seine Anteile zu verkaufen. Es bleibt also spannend, was in den nächsten Tagen und Wochen auf der Luzerner Allmend noch alles so passieren wird.

Spieler des Spiels

Beflügelt durch das Debut in der Schweizer Nationalmannschaft glänzte FCL-Captain Ardon Jashari auch heute mit einer überragenden Leistung. Er war überall, eroberte viele Bälle und sorgte auch offensiv für Gefahr. Der 20-jährige ist klar der Chef auf dem Platz.

Die FCL-Noten gegen YB

Stimmen zum Spiel

Quelle: PilatusToday

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Das Spiel im Ticker:

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 2. Oktober 2022 15:57
aktualisiert: 2. Oktober 2022 20:18