Challenge «Veganuary»

Ein Kochbanause versucht sich als Veganer – ob das gut kommt?

Irene Müller, 4. Januar 2021, 14:08 Uhr
31 Tage ohne Tierprodukte. Das ist der Plan.
© iStock
Eigentlich finde ich das Konzept der Tierhaltung aus ethischer Perspektive Mist. Eigentlich würde ich mich schon lange gern vegan ernähren. Nach Jahren der Fleisch-Abgewöhnung scheint nun die Zeit gekommen, das Projekt «vegan» einmal ernsthaft anzupacken. So schwer kann das ja nicht sein – oder?

Da stehe ich nun und schaue meinem Schoggi-Gipfeli tief in die Augen – wenn es doch nur welche hätte. Denn dann hätte ich mir das Schoggi-Gipfeli-Essen schon lange abgewöhnt. Vor mehr als sechs Jahren habe ich beschlossen, meinen Fleisch-Konsum drastisch zu reduzieren. Da ich mit einer typisch schweizerischen Küche aufgewachsen bin und kaum ein Gericht ohne Fleisch kannte, ernährte ich mich die ersten Monate fast ausschliesslich von Spaghetti und Rösti. Meine Freunde ziehen mich heute noch damit auf.

Nun rechne ich fest damit, dass mir ein weiterer, kulinarisch hochstehender Monat bevorsteht. Ohne Fleisch zu leben, bereitet mir mittlerweile keine Mühe mehr. Aber die veganen Gerichte in meinem Repertoire lassen sich an einer Hand abzählen: Nasi Goreng, Thai-Curry, Sushi – und ja, natürlich Rösti und Spaghetti (wobei ich noch nicht weiss, ob ich Rösti ohne Spiegelei und Spaghetti ohne Reibkäse essen will).

Ein Versuch ist es wert

Meine lächerlichen Kochkünste, das minimalistische Wissen über Lebensmittel und der Unwille, das Kochen zu meinem Hobby zu machen, haben mich bisher davon abgehalten, vegan zu leben. Doch als ich von der Veganuary-Challenge hörte, dass man sich da anmelden kann und jeden Tag ein Rezept erhält, dachte ich mir: Wenn nicht jetzt, wann dann? Ein Versuch ist es allemal wert.

Um meine Chancen etwas zu erhöhen, habe ich versucht, mich möglichst gut vorzubereiten:

Schritt 1: Einfache vegane Rezepte heraussuchen und erste ausprobieren.

Schritt 2: Mich mental und physisch von Tierprodukten verabschieden. Sprich: Meinen geliebten Käse- und Eier-Vorrat im Magen versorgen.

Schritt 3: Vegan einkaufen.

Netterweise gibt mir die Vegane Gesellschaft Schweiz da etwas Starthilfe mit einem Einkaufsvorschlag:

Das klingt doch gar nicht mal so schlecht. Bis bald dann, wenn ich von meiner hoffentlich erfolgreichen ersten veganen Woche berichten kann.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 31. Dezember 2020 11:15
aktualisiert: 4. Januar 2021 14:08