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Frost und Hagel

Schlechtes Jahr für Zentralschweizer Obstbauern

5. Oktober 2021, 13:05 Uhr
Frost im Frühling, Regen und Hagel im Sommer: Das Wetter hat den Obstbauern in der Zentralschweiz zu schaffen gemacht. Die Erträge reichen von Durchschnitt bis Totalausfall. Doch das Positive: Die Äpfel gehen der Schweiz sicher nicht aus.
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Quelle: Tele1

Most gehört für Adrian Muff zum Herbst wie das KKL zu Luzern. Seit über 20 Jahren kümmert sich der Most-Bauer um Äpfel und Birnen. Mit dem Mosten beginnt er heuer jedoch erst um 6.30 Uhr. «In einem normalen Herbst würden wir viel früher starten, etwa um 2 oder 3 Uhr. Aber 2021 ist alles ein wenig speziell. Wir haben eine kleine Ernte. Deshalb gibt es auch nicht so viel zum Mosten.»

In der ganzen Schweiz gibt es dieses Jahr rund 60'000 Tonne Mostäpfel. Das ist unter dem Durchschnitt. In den Regionen Bern und Zentralschweiz sind die Ernten besonders klein. In der Ostschweiz gibt es laut Angaben des Schweizerischen Obstverbands weniger Ausfälle.

«Wir hatten letztes Jahr einen Rekord mit über 100'000 Tonnen. Das war wirklich viel. Deshalb haben wir teilweise auch noch viel Konzentrat an Lager. Die Versorgung ist also gewährleistet. Es hat genug Saft für alle, auch wenn die Ernte dieses Jahr nicht gross ausfällt», so der Obstverband.

«Normalerweise würden wir weitermosten, doch dieses Jahr ist ein schlechtes Jahr. So schlecht, dass wir nach einer Presse bereits wieder fertig sind und erst in zwei Tagen weitermachen können. Wir werden dieses Jahr wohl knapp den Keller füllen können. 2018 war unser Hochmostobstjahr. Da lief die Presse rund um die Uhr. Wir mussten nicht jeden Liter sparen. Es hatte mehr als genug.»

Auch wenn es dieses Jahr nicht viel Zentralschweizer Most geben wird, die Qualität soll dafür umso besser sein, verspricht der Schweizerische Obstverband. Es hatte für einmal genug Wasser.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 5. Oktober 2021 08:23
aktualisiert: 5. Oktober 2021 13:05