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68 Tiere weg

Justiz beschlagnahmt die Grosskatzen von «Tiger King»

21. Mai 2021, 14:32 Uhr
Im US-Bundesstaat Oklahoma wurden 68 Grosskatzen beschlagnahmt. Die Wildtiere gehörten dem Privatzoo-Direktor Jeffrey Lowe, der in der Netflix-Doku «Tiger King» den Zoo von «Joe Exotic» übernommen hatte. Er habe die Tiere nicht gut versorgt, begründet die Justiz den Schritt.
68 Tiger und Löwen müssen sich vom Privatzoo verabschieden.
© Getty Images

Die Netflix-Serie hatte sich vor einem Jahr innerhalb kürzester Zeit zu einem Riesen-Hit entwickelt. Nun hat der Bundesstaat Oklahoma wiederholt gravierende Mängel in Bezug auf die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere festgestellt. Dies erklärte das Justizministerium am Donnerstag, nachdem sie drei Inspektionen im Privatzoo «Tiger King Park» durchgeführt hatten.

Mangelnde Ernährung der Tiere

«Jeff» und seine Frau Lauren Lowe hätten sich einer gerichtlichen Anordnung widersetzt, erklärte das Ministerium. Nach dieser Anordnung hätten sie einen qualifizierten Tierarzt anstellen müssen. Dies, um eine ausreichende tierärztliche Versorgung garantieren zu können. Bei den Inspektionen seien gegen die Lowes wegen mangelnder artgerechter Ernährung, der Grösse der Käfige und ungenügender tierärztlicher Versorgung Mahnungen ausgesprochen worden.

Bereits im Januar hatte ein Richter entschieden, dass Lowe einen Grossteil seiner Grosskatzenbabys und deren Mütter an die Behörde übergeben muss. Die zuständige Behörde würde die Tiere dann artgerecht unterbringen. Unter den nun 68 beschlagnahmten Tieren waren auch Kreuzungen aus Löwen und Tigern sowie ein Jaguar dabei.

22 Jahre Gefängnis 

Jeffrey Lowe hatte einen anderen Zoo, den «Greater Wynnewood Exotic Animal Park» von seinem ehemaligen Geschäftspartner Joe «Exotic» Maldonado übernommen. Maldonado wurde zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er einen Mann beauftragt haben soll, die Tierschützerin Carole Baskin umzubringen.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 21. Mai 2021 14:35
aktualisiert: 21. Mai 2021 14:32