Studie zeigt

In der Zentralschweiz hagelt und regnet es am meisten

10. Mai 2022, 10:31 Uhr
Überschwemmungen, Hagel oder Blitzeinschläge: In den vergangenen zehn Jahren hat es in der Schweiz vermehrt Extremwetterereignisse gegeben. Das zeigt die jüngste Statistik der Versicherung AXA Schweiz. Insbesondere die Zentralschweiz war betroffen.
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Quelle: TeleM1

Die Bilder des vergangenen Jahres sind wohl noch in den Köpfen aller Zentralschweizer. Überschwemmungen und starke Hagelstürme waren beinahe an der Tagesordnung. Dass solche Extremwetterereignisse in den vergangenen Jahren vermehrt aufgetreten sind, zeigt nun eine Zehnjahresbilanz der AXA Schweiz.

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Quelle: Tele1

Die Statistik der Versicherung zeigt auch, wo welche Schadensart am häufigsten auftrat. So waren von den Hagelschäden besonders die Kantone Neuenburg, Tessin und Jura betroffen – aber auch die Zentralschweizer Kantone Nidwalden, Luzern, Schwyz und Zug. In den letzten zehn Jahren ereignete sich rund die Hälfte aller der AXA Schweiz gemeldeten Hagelschäden in diesen Kantonen. Grosse Schäden hat ein Hagelsturm im vergangenen Jahr in der Region Wolhusen und im ganzen Kanton Luzern verursacht.

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Quelle: Lesereporter

Überschwemmungen im Kanton Schwyz

Viel Regen und somit am meisten Überschwemmungen gab es im Kanton Schwyz, wie die Statistik zeigt. Auf die Innerschweizer folgen die Kantone Thurgau, Luzern, Solothurn und Aargau. Im Kanton Schwyz fiel ein heftiges Unwetter mit sehr intensiven Niederschlägen im Jahr 2016 stark ins Gewicht.

Überschwemmungen in der Schweiz
© AXA Schweiz

Bauliche Massnahmen helfen

Solche Wetterextreme haben in den vergangenen Jahren zwar zugenommen. Gleichzeitig ist über die letzten 25 Jahren betrachtet jedoch kein eindeutiger Trend bei der Anzahl Schadenmeldungen aus Unwetter zu erkennen. «Dies ist der Tatsache zu verdanken, dass Bund, Kanton und Gemeinden viel in Präventionsmassnahmen investiert haben – gerade nach dem Hochwassersommer 2005», sagt Stefan Müller, Leiter Schaden Sachversicherungen bei der AXA Schweiz. Dazu zählt beispielsweise die Einführung einer nationalen Hochwasser-Gefahrenkarte. «Diese Investitionen haben sich bezahlt gemacht», so Müller.

So schützt du dein Eigentum

Die Unwetter-Saison in der Schweiz dauert typischerweise von Mai bis August. Das bedeutet, wir stecken schon wieder mittendrin. Um dein Eigentum vor Hagel und Überschwemmungen zu schützen, lohnt es sich, Wetter-Apps mit Push-Funktion zu installieren. Diese informieren schnell und standortgenau über anrollende Unwetter, so die AXA. Es empfiehlt sich auch regelmässig den Regenradar zu beobachten.

Ist ein Sturm mit starkem Wind angesagt, sollte man leichte sowie mobile Gegenstände befestigen oder wegräumen und Sonnenstoren hochziehen. Bei Starkregen sind darüber hinaus Wasserabläufe freizuhalten und Fenster zu schliessen. 

(stm)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 10. Mai 2022 10:52
aktualisiert: 10. Mai 2022 10:52
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