Zentralplus und «3Fach»

Kleinere Zentralschweizer Medien sind enttäuscht über das Nein zum Medienpaket

14. Februar 2022, 18:28 Uhr
«Keine Steuermilliarden für Medien-Millionäre» – dieser Slogan der Medienpaket-Gegner hat offenbar seinen Zweck erfüllt. Das Schweizer Stimmvolk hat die Vorlage am Abstimmungssonntag abgelehnt. Nun stellt sich aber die Frage: Wie weiter – beispielsweise für die kleineren Medienhäuser in der Zentralschweiz?
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: Tele 1

Mit dem Entscheid vom Sonntag gibt es keine 150 Millionen Franken im Jahr, mit denen der Bund die Medien fördern wollte. Genau auf dieses Geld hat aber Christian Hug, Geschäftsführer von Zentralplus, gehofft. Seit knapp 10 Jahren gibt es das Onlineportal nun. Eine Defizitgarantie und eine Anschubfinanzierung haben damals den Weg geebnet. In Zukunft will das Portal aber selbsttragend sein. Dies dank Werbeeinnahmen und dank zahlender Nutzerinnen und Nutzer. «Ein Drittel hätten wir durch die Medienförderung finanziert. Dieser Teil fällt nun weg. Nun gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man spart, was für ein Medium allerdings schwierig ist, oder man hat zusätzliche Einnahmen», erklärt Hug.

Auch beim Luzerner Kultur- und Ausbildungsradio «3Fach» hatte man auf die zusätzliche Bundesförderung gehofft. Das Geld wäre in Ausbildungsplätze für junge Radiojournalistinnen und -journalisten investiert worden. Das Radio war im Abstimmungskampf aktiv – leider ohne Erfolg. «Das Nein-Lager hatte gute Parolen. Das machte es schwierig. Es war auch nicht einfach zu erkennen, dass auch kleine, private Medien vom Geld profitieren würden. Es ist schade, dass dieser Aspekt zu wenig zur Geltung gekommen ist», betont Melanie Reber. Sie ist für das Marketing und für die Kommunikation bei Radio «3Fach» verantwortlich.

Was das Nein zum Medienpaket nun direkt für die beiden Zentralschweizer Medien bedeutet, siehst du oben im Video.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 14. Februar 2022 18:30
aktualisiert: 14. Februar 2022 18:30
Anzeige