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Mobilität

Der TCS will Luzerner Verkehrsprobleme lösen

19. April 2021, 22:36 Uhr
Der wachsende Verkehr stellt die Stadt Luzern und ihre Agglomerationen zunehmend vor Herausforderungen. Mit Bestrebungen, wie dem Projekt Bypass oder dem geplanten Durchgangsverkehr wird versucht die Verkehrsprobleme zu lösen. Der Touring Club Schweiz kritisiert dabei allerdings, dass das Auto zu kurz kommt.
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Quelle: Tele 1

Die Mobilitätsstrategie der Stadt Luzern fokussiert sich vor allem auf den Velo- und Fussverkehr sowie punktuell auf den ÖV. Wie der TCS in einer Mitteilung schreibt, würde das Auto bei der Verkehrsplanung bewusst ausgelassen. Das Auto habe allerdings seine Berechtigung, so der TCS weiter. «Wer darauf angewiesen ist, soll ebenso gut ans Ziel kommen, wie jemand mit Bus oder auf dem Velo. Zudem ist das lokale Gewerbe auf eine gute Erreichbarkeit angewiesen», sagt Alexander Stadelmann, Geschäftsführer der TCS-Sektion Waldstätte.

Wohin geht die Mobilität der Zukunft?

Der Kanton Luzern hatte jedoch Anfang Monat das für den Autoverkehr wichtige Projekt «Spange Nord» endgültig beerdigt und auch die Reussportbrücke vorerst gestoppt (PilatusToday berichtete). Für Fabian Peter, Baudirektor des Kantons Luzern, sei es wichtig zu wissen, wohin sich die Mobilität in Zukunft bewege. Und der Mobilitätsdirektor der Stadt Luzern unterstützte damals den Entscheid des Kantons. Adrian Borgula zeigt seine Vorstellung der zukünftigen Mobilität für die Stadt auf: Mehr öffentlicher Verkehr, mehr Velo- und Fussgängerverkehr. Es gehe um eine «gewisse Entschleunigung», wie er gegenüber PilatusToday und Tele 1 anlässlich des Entscheids sagte. Dies führte auch zu einer Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Stadt. Trotzdem, und da ist sich auch der Grüne Mobilitätsdirektor bewusst, die Erreichbarkeit der Stadt muss sichergestellt werden.

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Quelle: PilatusToday

Der TCS kritisiert weiter, dass in der Stadt Luzern die Fronten der Interessensvertreter verhärtet seien. Ein gegenseitiges Ausspielen finde statt. Bei diesem Punkt will der Verband Hand bieten. Mit Dialogen in diversen Gremien, mit entsprechenden Veranstaltungen und über die Öffentlichkeitsarbeit wolle man die Blockade in Luzern lösen.

Die Stadt Biel als Vorbild soll es richten

Dass es auch anders geht, zeigt die Stadt Biel, so der TCS. Alexander Stadelmann: «Sie ist vergleichbar mit Luzern und stand vor denselben Problemen. Hier ziehen die Vertreter der Stadt und Agglomerationen aber am gleichen Strick. Gemeinsam werden tragfähige Lösungen erarbeitet und zielführende Projekte umgesetzt, insbesondere im Bereich der Mobilität. Ein gegenseitiges Ausspielen, wie in Luzern, gibt es nicht.» So müsse auch Luzern denken.

(red)

Quelle: TCS
veröffentlicht: 19. April 2021 18:46
aktualisiert: 19. April 2021 22:36