Stadt Luzern

«Familie Eichwäldli» wehrt sich: Ab jetzt wird jeden Mittag protestiert

23. Februar 2021, 16:05 Uhr
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Quelle: Pilatus Today

Ist die ehemalige Soldatenstube «Eichwäldli» einsturzgefährdet? Nein, findet die Familie Eichwäldli und fordert mit einem Protest eine Neubeurteilung. Der soll jeden Mittag um 12 Uhr wiederholt werden.

«Es kann nicht sein, dass das Haus ohne eine Neubeurteilung abgerissen wird», sagt Isa. Sie möchte ihren Namen nicht nennen. Die junge Frau unterstützt die «Familie Eichwäldli». Am Mittag haben sich rund 40 Freunde der Familie Eichwäldli vor dem Luzerner Regierungsgebäude versammelt, um eine Neubeurteilung der ehemaligen Soldatenstube am Murmattweg zu fordern. 

Die Stadt nimmt die Demonstation zur Kenntnis. Bis und mit morgen ist sie bewilligt. Die Strafanzeige ziehen die Behörden nicht zurück. An der Sachlage wird sich so schnell wohl nichts ändern.

Anzeige wird nicht zurückgezogen

Die Unterstützer haben ein Gutachten dabei und gemäss diesem ist das Haus nicht einsturzgefährdet. Zum ersten Mal werden auch die Kosten für eine Sanierung genannt: Sie würden zwischen 20'000 und 50'000 Franken liegen.

Die Stadt gab den Besetzern Zeit, das Haus zu verlassen. Die Frist ist am 15. Februar verstrichen. Die Hausbesetzer bleiben. Und sie protestieren gegen den die Räumung. Die Stadt hat mittlerweile eine Strafanzeige eingereicht, in der Hoffnung, die Besetzer loszuwerden.

Jeden Mittag wiederholen

Zwei Tage vor der Frist hatte die Gruppe vorgeschlagen, eine gesamteinheitliche Neubeurteilung zur Sanierung der Soldatenstube vorzunehmen - auf eigene Kosten. Die Stadtregierung lehnte ab (Pilatus Today berichtete).

«Uns ist wichtig, dass das Haus nicht vor die Schaufel kommt», betont Isa. Die Besetzer denken nicht daran, das Feld zu räumen. "Sie wissen, wenn sie das Haus verlassen, kommt der Bagger. Und das wäre schade.» Denn ihrer Meinung nach könnte man das Gebäude erhalten. «Mit überschaubaren Mitteln sind laut Fachpersonen Instandsetzungen möglich», betont Isa. Ausserdem wollen die Bewohnenden das Haus übernehmen. «Wir sehen keinen Grund, wieso das nicht zugelassen wird.»

Schon am 30. Januar hatten 300 Personen für den Erhalt des «Eichwäldli» demonstriert. «Wir wollen nicht verstummen. Es geht darum, zu sehen, wie viele Menschen jeden Mittag hier teilnehmen und wie vielen Menschen das Eichwäldli etwas bedeutet.» Sie hoffen, dass sie damit etwas bewirken können.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 23. Februar 2021 16:23
aktualisiert: 23. Februar 2021 16:05