Crack-Problem eindämmen

«GasseChuchi» in der Stadt Luzern soll länger geöffnet sein

04.04.2024, 07:29 Uhr
· Online seit 02.04.2024, 22:35 Uhr
Der Kanton und die Stadt Luzern wollen im Rahmen eines zweijährigen Pilotprojekts die Öffnungszeiten der «GasseChuchi» und der Kontakt- und Anlaufstelle (K+A) verlängern. Diese Massnahme soll den öffentlichen Raums entlasten.
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Ab Juli sollen die «GasseChuchi» und das K+A bis 18 Uhr, ab September bis 19 Uhr geöffnet haben, wie aus der gemeinsamen Mitteilung des Kantons und der Stadt vom Dienstag hervorgeht. Nach der Schliessung der beiden Angebote - aktuell um 17 Uhr - komme es jeweils zu einer Verschiebung der Konsumierenden in den öffentlichen Raum.

Zunehmender Crack-Konsum verschärft die Situation

Die Situation im öffentlichen Raum habe sich seit Mai 2023 aufgrund des zunehmenden Konsums von Crack verschärft, heisst es in der Mitteilung. Ein besonderer Hotspot sei der Bahnhofsplatz. Deswegen hätten Kanton und Stadt Massnahmen ausgearbeitet, um die Sicherheit und die Quartierverträglichkeit zu verbessern.

In den vergangenen Jahren war Luzern gar die führende Schweizer Drogenstadt. Nirgends in der Schweiz gab es 2020 und 2021 im Verhältnis zur Bevölkerung so viele Betäubungsmitteldelikte wie in der Stadt Luzern. «Wir merken die gute Anbindung an die Autobahn A2. Offenbar gibt es viele Dealer und Händler, die sich hier treffen», erklärte Christian Bertschi, Kommunikationschef der Luzerner Polizei.

Quelle: Tele 1

Was sonst noch getestet wird

Nebst den verlängerten Öffnungszeiten soll die Institution Sicherheit Intervention Prävention (SIP) der Stadt Luzern um 50 Stellenprozente ausgebaut werden. Die SIP übernehme eine Brückenfunktion zwischen sozialer Arbeit und Ordnungsdiensten, wie es heisst. Durch ihre niederschwellig ausgerichtete aufsuchende Arbeit sollen die Konsumierenden verstärkt angesprochen und motiviert werden, für den Drogenkonsum die entsprechenden Angebote aufzusuchen.

Die Kosten des Pilotprojekts belaufen sich auf 668'000 Franken, wie es heisst. Kanton und Stadt teilen sich die Kosten hälftig.

Selbsttest zu Gast in der «GasseChuchi» 

Was wünschen sich Menschen ohne Zuhause von Menschen mit Zuhause? Diese Frage wollte PilatusToday-Reporterin Livia Barmettler am Weltobdachlosentag im Oktober 2022 beantworten. Sie machte den Selbsttest und besuchte auch die «GasseChuchi».

Zudem konnte unsere Reporterin auch mit Urs Schwab von der Notschlafstelle sprechen. Dieser erklärte, wie sich jede und jeder einbringen kann:

Quelle: PilatusToday/Andreas Wolf

veröffentlicht: 2. April 2024 22:35
aktualisiert: 4. April 2024 07:29
Quelle: PilatusToday / SDA

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