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Durchgangsbahnhof

Kanton Luzern ist mit Testplanung nicht zufrieden

6. Mai 2021, 12:25 Uhr
Unter dem See bis nach Ebikon: Die geplante Linienführung im Rahmen des Projekts Durchgangsbahnhof.
© Kanton Luzern
Bei der Testplanung der Stadt Luzern zum geplanten Durchgangsbahnhof ist nach Ansicht des Kantons der Strassenverkehr zu kurz gekommen. Der Kanton will deswegen eine eigene Studie erarbeiten, wie er am Donnerstag mitteilte.

Die Stadt Luzern hatte im Februar 2021 die Resultate der Testplanung zum Tiefbahnhof aufgezeigt. Diese sollte aufzeigen, wie sich das Bahnhofsquartier durch das Bauwerk verändern könnte. So sind zusätzliche Busstationen vorgesehen, aber auch eine Reduktion des Autoverkehrs und eine Aufwertung des Quartiers.

Der Kanton Luzern teilte mit, er habe grosse Vorbehalte gegenüber den möglichen Auswirkungen der Testplanung auf das Verkehrssystem. Für ihn stehe die Funktion des Durchgangsbahnhofs als Mobilitätsdrehscheibe im Zentrum. Der Bahnhof müsse für alle Verkehrsteilnehmer erreichbar sein.

Der Kanton betonte in seiner Mitteilung die Bedeutung der zum Bahnhof führenden Kantonsstrassen. Der Strassenverkehr werde auch in Zukunft eine zentrale Aufgabe haben. Es dürfe nicht sein, dass er nur beiläufig als Verkehrsmittel erwähnt werde.

Der Kanton will deswegen in einer Studie prüfen, wie sich die Resultate der Testplanung auf den gesamten Verkehr auswirken könnten. Dabei soll vor allem der überregionale Blickwinkel stärker in die Betrachtungen einfliessen.

Quelle: Keystone
veröffentlicht: 6. Mai 2021 12:25
aktualisiert: 6. Mai 2021 12:25