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Verbesserungspotential vorhanden

Kanton Luzern will bei Spucktests über die Bücher

14. September 2021, 12:44 Uhr
Das Luzerner Kantonsparlament greift nicht ins Spucktestregime an den Schulen ein. Er hat am Dienstag an der September-Session in Sursee ein dringliches Postulat abgelehnt. Dieses forderte eine Reorganisation der Corona-Tests.
Bei den Spucktests an den Luzerner Schulen gibt es Potential für Verbesserungen.
© KEYSTONE/GAETAN BALLY

SP-Kantonsparlamentarier David Roth kritisierte in seinem Vorstoss, dass die Auswertung der Tests zu lange dauern und die Schulen vom Unterricht abhalten würden. Das Testresultat müsse innerhalb eines Tages vorliegen, und das Contact-Tracing müsse schneller funktionieren.

Corona-Tests gibt es im Kanton Luzern nur an der Oberstufe und auf freiwilliger Basis. Um Zeit zu sparen, werden jeweils mehrere Speicheltests zusammengeschüttet und gemeinsam im Pool ausgewertet. Ist ein solcher Pooltest positiv, müssen die betroffenen Schülerinnen und Schüler erneut einen Test abliefern, damit herausgefunden werden kann, wer von ihnen mit dem Coronavirus infiziert ist.

Testkapazitäten am Anschlag

Tatsächlich war es bei der Auswertung der Tests zu Verzögerungen gekommen. Die Kantonsregierung führte dies darauf zurück, dass die Zahl der positiven Pooltests stark zugenommen habe. Die Laborkapazitäten seien ausgeschöpft, sagte Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann. Er äusserte sich deswegen auch gegen eine Ausweitung der Reihentests auf die Primarschule.

Probleme gebe es bei der Logistik nach dem Testen, es würden Tests verloren gehen. Die Regierung sicherte in ihrer Antwort auf das Postulat zu, Verbesserungen und Anpassungen vorzunehmen. Die drei grossen bürgerlichen Parteien und damit die Mehrheit des Kantonsparlaments lehnten daher den Vorstoss ab.

Quelle: sda
veröffentlicht: 14. September 2021 12:45
aktualisiert: 14. September 2021 12:44