Energie sparen

Luzerner Baugenossenschaft heizt Wohnungen nur noch auf 21 Grad

28. September 2022, 20:09 Uhr
Wie kalt wird es diesen Winter in Zentralschweizer Wohnungen? Diese Frage beschäftigt. Aufgrund der Energiekrise versucht man, an allen Ecken zu sparen. Dies macht nun auch die Luzerner Baugenossenschaft abl und heizt ihre Mietwohnungen in den nächsten Monaten deshalb nur noch auf maximal 21 Grad.
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Eine Heizung nach der anderen wird bei der abl umgestellt. Roland Gasser, Leiter der technischen Bewirtschaftung abl, hatte dies bereits seit Längerem im Sinn: «Vor acht Jahren, als ich es das erste Mal ausprobierte, reduzierten wir in einem Quartier die Temperatur um ein halbes Grad.» Dies sei aber nicht überall auf Begeisterung gestossen. «Jetzt ist das Verständnis von allen Leuten vorhanden.»

Temperatur bis auf 19 Grad senken

Dies zeigt sich auch bei den Bewohnerinnen und Bewohnern. Sie können sich mit dem Gedanken an kältere Wohnungen anfreunden, wie «zentralplus» berichtete. Man sei mit der Massnahme einverstanden und könne sie nachvollziehen.

Rechtlich dürften Vermieter die Temperaturen sogar bis auf 19 Grad senken, sagt der Präsident des Luzerner Mieter- und Mieterinnenverbands, Mario Stübi. Das sei der Durchschnitt. Wem dies zu kalt sei, könne trotzdem auf den Vermieter zugehen und das Problem äussern, so Stübi.

Wer zahlt wie viel Heizkosten?

Mit der Reduktion der Temperatur geht auch das Problem einher, wie die Heizkosten aufgeteilt werden. «Wir fordern schon lange, dass man nur das zahlen muss, was man heizt», sagt Mario Stübi. So könnten die profitieren, die die Heizungen runterschrauben.

Eine Temperaturlimite kommt daher allen ein bisschen zugute. «Aus unserer Sicht ist das für alle verträglich», sagt Roland Gasser. Und ergänzt trotzdem, dass bei älteren Leuten, die schneller frieren, individuelle Lösungen gefunden werden müssten.

Nicht nur Baugenossenschaften wie die abl reduzieren die Temperaturen in ihren Räumen, auch die Kantonsschule Musegg in Luzern plant, die Zimmertemperaturen zu senken. Ein anderer Weg geht die Gemeinde Weggis. In ihrem Gemeindehaus wird das Warmwasser abgeschaltet.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 28. September 2022 20:09
aktualisiert: 28. September 2022 20:09