«Colorful Friday»

Luzerner Modegeschäfte setzen Zeichen gegen «Black Friday»

Irene Müller, 23. November 2020, 23:22 Uhr
Faire Preise anstatt Rabattschlacht, eine Spende an sinnvolle Organisationen anstatt Schnäppchenjagd bis zum geht nicht mehr: So die Idee der Gruppe «Fashion Revolution Luzern». Andere Schweizer Städte ziehen mit.

Am 27. November ist es soweit: Bilder und Videos von Menschenmassen, die weltweit die Einkaufsläden stürmen und die Regale leerräumen, werden wieder viral gehen. Für Läden die Chance auf einen einmaligen Umsatz trotz sinnlos niedrigen Preisen.

Doch es gibt auch Widerstand unter den Detailhändlern. Die Luzerner Gruppe der weltweiten «Fashion Revolution»-Bewegung hat den «Colorful Friday» ins Leben gerufen, um der alljährichen Rabattschlacht entgegenzuwirken. In elf lokalen Modegeschäften wird die Kundschaft am 27. November nicht weniger für ihre Einkäufe zahlen, jedoch wird 10 Prozent des Verkaufes an die «Fashion Revolution Luzern» oder an ein anderes Projekt gespendet.

Statement gegen den Massenkonsum

«Es kann nicht sein, dass an einem Tag so viel überkonsumiert wird», erklärt die Mode-Bloggerin und Medienverantwortliche Andrea Steiner von «Fashion Revolution Luzern». Die Läden, die beim «Colorful Friday» mitmachen, achten sonst schon stark auf Nachhaltigkeit bei ihren Produkten. Dies aus dem einfachen Grund, dass die Modeindustrie eine der schlimmsten Branchen in Sachen Nachhaltigkeit sei. «Es geht nicht darum, mehr Umsatz zu machen, sondern auf die Problematiken hinzuweisen.»

Um noch mehr auf die Aktion aufmerksam zu machen, dekorieren die Läden ihre Schaufenster schon vom 22. November an bis am 29. November ganz in gelb. Auch die Städte Bern, Zürich, Basel, Aarau, Baden und Lenzburg machen bei der Aktion mit.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 23. November 2020 23:21
aktualisiert: 23. November 2020 23:22
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