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Weniger Unfälle, aber mehr Tote: So gefährlich sind die Obwaldner Strassen

Verkehrsstatistik

Weniger Unfälle, aber mehr Tote: So gefährlich sind die Obwaldner Strassen

· Online seit 15.03.2024, 18:37 Uhr
Am Donnerstag veröffentlicht die Kantonspolizei Obwalden die Verkehrsunfallstatistik vom Jahr 2023. Es scheint so, als würde die Anzahl Unfälle im Kanton Obwalden abnehmen. Das, obwohl der Verkehr auf den Strassen jedes Jahr mehr wird. Dennoch starben auf Obwaldner Strassen mehr Menschen als im Jahr 2022.
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Im vergangenen Jahr wurden der Kantonspolizei Obwalden 229 Verkehrsunfälle gemeldet, wie aus der am Donnerstag publizierten Statistik hervorgeht. Das sind rund 20 Unfälle weniger als im Jahr zuvor (248). Dabei wurden 87 Personen verletzt und vier kamen ums Leben. Ein tödlicher Unfall ereignete sich beispielsweise im August auf der Panoramastrasse unterhalb der Mörlialp. Ein 63-jähriger Motorradfahrer starb.

Hauptgründe für die Unfälle

Dass es zu den Unfällen gekommen ist, habe vor allem mit dem Verhalten der Personen zu tun, schreibt die Kantonspolizei Obwalden. Zu den häufigsten Unfallursachen zählte mit 52 Ereignissen das Nichtanpassen der Geschwindigkeit. In 47 Fällen war ungenügendes Rechtsfahren oder zu nahes Aufschliessen Grund für den Unfall. 30 Personen missachteten den Vortritt, 28 Personen waren unaufmerksam oder abgelenkt.

In weiteren 25 Unfällen sei die hauptverantwortliche Person nicht in fahrfähigem Zustand gewesen. Gemäss Unfallstatistik seien dies «allesamt Unfallursachen, die vermieden werden könnten». Von den 229 Verkehrsunfällen führten 65 Prozent lediglich zu Sachschäden, wobei keine Person verletzt wurde.

Zu diesen Zeiten gibt es die meisten Unfälle

Im Kanton Obwalden erreichen die Unfallzahlen zwischen 7 Uhr und 8 Uhr morgens, über den Mittag und am Abend von 16 Uhr bis 18 Uhr ihren Peak. Wenig überraschend, denn in dieser Zeit sind auch die meisten Autos unterwegs.

Nebst den vielen Unfällen mit Personenwagen gab es im Jahr 2023 auch 19 Unfälle mit dem Motorrad und 11 mit dem E-Bike. Im Vergleich zum «traditionellen» Fahrrad ohne Motor, bei dem die Unfälle stetig abnehmen, haben die Unfälle bei den E-Bikes leicht zugenommen. Vor allem mit denjenigen bis zu 25 km/h.

Weniger Verletzte, aber mehr Tote

Nicht nur die Zahl der Unfälle hat im Jahr 2023 abgenommen, sondern auch die Zahl der Verletzten. Es sind 16 Verletzte weniger als im Jahr zuvor und trotzdem drei Menschen mehr, die ihr Leben gelassen haben. Nebst dem in Giswil verunfallten Motorradfahrer stürzte in Sarnen ein Velofahrer und erlag später seinen Kopfverletzungen. Ebenfalls in Giswil verunfallte ein Traktorlenker mit seinem Enkelkind. Zufall oder nicht? Die vier Personen starben im Kanton Obwalden, alle an einem Donnerstag.

veröffentlicht: 15. März 2024 18:37
aktualisiert: 15. März 2024 18:37
Quelle: PilatusToday

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