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Verfolgungsjagd in Obwalden

Polizist wollte auf Autoreifen schiessen – Untersuchung eingeleitet

27. Juli 2021, 15:19 Uhr
Ein Autofahrer versucht, bei einer Kontrolle vor der Polizei zu flüchten. Ein Polizist zückt seine Waffe und gibt einen Schuss ab. Jetzt wird die Schussabgabe von der Polizei untersucht.
Zückt ein Polizist seine Waffe, zieht dies immer eine Untersuchung mit sich. (Symbolbild)
© Getty Images

Als der 19-jährige Autolenker, der mit geklauten Nummernschildern unterwegs war, die Polizeikontrolle erblickt, gibt er Gas. Die beiden Polizisten müssen auf die Seite springen, es fällt ein Schuss (PilatusToday berichtete).

Der Polizist habe versucht, auf den vorderen rechten Pneu zu schiessen und das Auto so zu stoppen, erklärt Bernhard Schöni, stellvertretender Obwaldner Oberstaatsanwalt, auf Anfrage von PilatusToday und Tele 1.

Schussabgabe wird untersucht – Polizist weiter im Dienst

Den Reifen eines fahrenden Fahrzeugs zu treffen, ist jedoch nicht so einfach wie im Actionfilm. Der 19-jährige Schweizer, der nicht im Kanton Obwalden wohnt, konnte vorerst fliehen und wurde erst in Sörenberg durch die Luzerner Polizei gestoppt – wohl ohne Wild-West-Aktion. Er wird sich wegen mehrerer teils schwerer Verkehrsdelikten vor der Staatsanwaltschaft verantworten müssen.

Auch die Schussabgabe des Polizisten werde jetzt untersucht, erklärt Schöni weiter. Dies werde durch eine ausserkantonale Polizei übernommen und passiert in der Schweiz bei jeder polizeilichen Schussabgabe. Dabei werde unter anderem der genaue Schusswinkel bestimmt, um die Absicht des Polizisten zu ermitteln, erklärt Bernhard Schöni. Dazu werde die Waffe des Polizisten zwar eingezogen, der Polizeibeamte kann seinen Dienst aber nach wie vor fortsetzen.

Polizei sucht Zeugen

Die Staatsanwaltschaft bittet Personen, die Angaben zum Tathergang machen können, sich bei der Kantonspolizei Obwalden unter der Telefonnummer 041 666 65 00 zu melden.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 27. Juli 2021 10:51
aktualisiert: 27. Juli 2021 15:19