Betrugsmasche verhindert

Zuger Seniorin wollte Betrügern 400'000 Franken geben

20. September 2022, 12:17 Uhr
Im Kanton Zug sind wieder Telefonbetrüger aktiv. Sie haben eine Seniorin um Schmuck im Wert von über 30'000 Franken gebracht. In einem weiteren Fall konnte die Polizei gerade noch verhindern, dass es zu einer Geldübergabe von knapp einer halben Million Franken kommt.
Eine Zuger Seniorin holte kurzerhand 400'000 Franken aus ihrem Banktresor. Zur Geldübergabe an die Betrüger kam es jedoch nicht. (Symbolbild)
© KEYSTONE/GABRIELE PUTZU

Die Masche der Betrüger läuft immer gleich ab: Meist sind es Seniorinnen und Senioren, die von einer Person, die sich als Polizist ausgibt, einen Anruf erhalten. Diese erzählt dem Opfer jeweils eine frei erfundene Geschichte. Zum Beispiel, dass ein Familienmitglied einen schweren Verkehrsunfall verursacht haben soll. Um der involvierten Tochter oder dem Sohn zu helfen, müsse man viel Geld bezahlen.

So erst kürzlich wieder im Kanton Zug geschehen. Laut Angaben der Zuger Polizei war das Opfer eine 83-jährige Dame. Sie wurde von den falschen Polizisten aufgefordert, für ihre Tochter eine Kaution von 92'000 Franken zu bezahlen. Da die Frau aber nicht so viel Geld besitzt, fragten die Betrüger nach Schmuck. In der Folge gab die Seniorin eine Tasche mit besagtem Schmuck im Wert von über 30'000 Franken heraus.

Nur einen Tag später versuchten Telefonbetrüger dieselbe Masche bei einer 78-jährigen Zugerin. Diese holte nach dem Telefonat mit den angeblichen Polizisten 400'000 Franken aus dem Banktresor. Als sie wieder zu Hause war, realisierte sie jedoch den Betrug und informierte ihre Angehörigen und die Zuger Polizei. So gingen die Betrüger – zumindest in diesem Fall – leer aus.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 20. September 2022 12:11
aktualisiert: 20. September 2022 12:17
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