Änderung in der Verordnung

Luzerner Fasnachtskomitee: «Wir sind schon ein bisschen aus dem Häuschen»

20. Januar 2022, 17:18 Uhr
Vergangenen Mittwoch verlängerte der Bundesrat die bestehenden Massnahmen bis Ende März. Dies würde bedeuten, dass die Fasnacht nicht stattfinden kann – hätte der Bundesrat nicht eine zusätzliche Klausel in der neuen Verordnung hinzugefügt.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: PilatusToday / David Migliazza

In der neuen Verordnung wird festgehalten, dass der Kanton Ausnahmen bei der Durchführung von Veranstaltungen im Sport- und neu auch im Kulturbereich bewilligen kann. Dies jedoch nur, wenn sie im Freien stattfinden und dort weder Zugangskontrollen noch Absperrungen möglich sind. Zu solchen Veranstaltungen würden auch die Umzüge der Luzerner Fasnacht gehören.

Dass nicht mehr der Bund, sondern der Kanton Bewilligungen erteilen kann, gefällt nicht allen Personen, mit denen wir auf der Strasse gesprochen haben. Für die einen ist es schwach vom Bund, die Verantwortung auf die Kantone abzuwälzen. Andere finden es eine gute Idee. Mehr zu den Reaktionen auf der Strasse siehst du im Video.

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: PilatusToday / David Migliazza

Fasnachtskomitee: «Wir sind schon ein bisschen aus dem Häuschen»

Dem Präsidenten des Luzerner Fasnachtskomitees LFK, Dani Abächerli, macht es Hoffnung, dass die Fasnacht in irgendeiner Form stattfinden kann. «Wir vom LFK erwarten irgendwann einen Entscheid, ob die Umzüge stattfinden können.» Das Komitee hat inzwischen Bewilligungsanfragen für die «Usgüüglette» und den «Fasnachtsmäärt» eingereicht. «Ich plädiere auf eine Fasnacht, wie sie vor 40 Jahren stattgefunden hat – in einem kleineren Rahmen mit Schutzmassnahmen. Ausserdem plädiere ich darauf, dass man seitens Kanton auch in diese Richtung schlägt», so Abächerli. Das LFK hat zudem in der Stadt eine Art kleine Ausstellung zur Fasnacht geplant.

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: PilatusToday / David Migliazza

Auch Mediensprecher des LFK, Peti Federer, stimmt diese neue Verordnungs-Klausel positiv. «Wir sind schon ein bisschen aus dem Häuschen», so Federer. Es sei eine überraschende Wendung gewesen. «Denn nun ist die Fasnacht bewilligungsfähig und dies bestärkt unsere Hoffnung.»

Kanton Luzern lässt auf sich warten

Trotzdem will sich der Kanton Luzern zum Thema Fasnacht 2022 noch nicht äussern. Auf Anfrage von PilatusToday und Tele 1 lässt der Kanton mitteilen: «Da im Moment noch Abklärungen beim Bund laufen, können wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht weitergehend Stellung zur Luzerner Fasnacht 2022 nehmen.» Zudem verweist er auf den runden Tisch, welcher am 25. Januar stattfindet und bei dem es sich «um einen Austausch zwischen der Stadt Luzern und den städtischen Fasnachtsorganisationen unter Beteiligung des Kantons handelt». Fasnächtler und die Komitees müssen sich also noch eine Woche gedulden, bis man mehr Informationen vom Kanton erhält.

(mja)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 20. Januar 2022 17:11
aktualisiert: 20. Januar 2022 17:18
Anzeige