Erlebnishof byHerger

Nach Boykott folgt Solidaritätsaktion

20. April 2021, 09:25 Uhr
Der Hof by Herger hat mit Kundeneinbussen zu kämpfen.
© PilatusToday
Nach der Corona-Demo in Altdorf versammelten sich einige Massnahmen-Gegner beim Begegnungshof by Herger. Auf Facebook wurde deshalb dazu aufgerufen, den Hof zu boykottieren. Nun folgt die Reaktion der Fans des Bauernhofs: Sie rufen auf Facebook zur Solidarität auf.

Der Erlebnishof ByHerger ist erneut ein grosses Thema in den sozialen Medien. Zur Erinnerung: Auf diesem Bauernhof in Altdorf hatten sich nach der unbewilligten Demonstration mehrere Hundert Coronademonstranten eingefunden.

Auf Anfrage erklärten die Betreiber Doris und Franz Herger, dass sie nicht damit gerechnet hatten, dass die Demonstranten auf ihren Hof kommen, aber sie auch nicht wegschickten (PilatusToday berichtete). Ursprünglich war die Demonstration hier geplant, sie wurde von der Urner Sicherheitsdirektion aber verboten, was zu einer unbewilligten Demo in Altdorf rund um das Telldenkmal führte. 

Nachdem bekannt wurde, um welchen Hof es sich handelt, folgte ein Shitstorm in den sozialen Medien. Auf Facebook und Instagram wurde dazu aufgerufen, den Hof zu meiden. Auf Google kamen mehrere negative Bewertungen dazu, obwohl der Erlebnishof bisher einen guten Ruf in Altdorf hatte. 

Diesen Boykott scheint der Bauernhof jetzt zu spüren. Auf Facebook rufen die «Corona Rebellen Helvetia» dazu auf, den Hof zu unterstützen. Laut dem Facebook-Post seien früher bis zu 200 Personen pro Tag auf den Hof. Nun kämen täglich nur noch 50 Leute. Dies sei dem Boykott-Aufruf geschuldet. Mittlerweile wurden fast alle, sowohl positive als auch negative, Kommentare gelöscht. 

Weiter heisst es, dass die Familie sozial ausgegrenzt werde. Die «Corona-Rebellen Helvetia» und das «Aktionsbündnis Urkantone» rufen mit ihren Posts deshalb dazu auf, die Familie mit einem Besuch zu unterstützen und beim Hof einzukaufen. Auch wird dazu aufgerufen, eine gute Bewertung auf Google zu hinterlassen und Werbung für den Hof zu machen.

Nicht bei allen kommt die Solidaritätsaktion gut an. «Selber schuld», finden einige User. Einer erklärt in den Kommentaren: «Jetzt sollen die ‹Besucher› vom 10. April dort einkaufen. Man sieht, wie loyal die sind.»

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 20. April 2021 07:52
aktualisiert: 20. April 2021 09:25