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Festnahme von Heidi Joos

Luzerner Polizei muss ihr Verhalten vor Bundesgericht erklären

22. September 2021, 16:41 Uhr
Die ehemalige Luzerner Kantonsparlamentarierin Heidi Joos hatte vergangenen Sommer eine Corona-Mahnwache beim Bahnhof Luzern abgehalten. Daraufhin wurde sie von der Luzerner Polizei festgenommen. Aus ihrer Sicht unrechtmässig, weshalb sie die zuständigen Beamten angezeigt hatte. Nun muss sich das Bundesgericht mit dem Fall befassen.
Heidi Joos zieht den Entscheid ans Bundesgericht weiter. (Archivbild)

Für Heidi Joos ist immer noch klar: «Die Verhaftung war nicht rechtens. Ich erhoffe mir nun vor Bundesgericht endlich Gerechtigkeit.» Sie glaubt, dass sie wenigsten in gewissen Punkten recht bekommt. «Die Polizei hat sich ein Lügenkonstrukt aufgebaut. Ich hoffe, damit kommen sie vor Bundesgericht nicht durch», so Joos auf Anfrage von PilatusToday und Tele 1.

Corona-Mahnwache

Heidi Joos hatte im vergangenen Sommer am Pfingstsamstag an einer Mahnwache auf dem Bahnhofplatz Luzern teilgenommen. Dabei wurde sie von der Luzerner Polizei festgenommen, nachdem die Situation laut Joos eskalierte. In einem offenen Brief schrieb sie das Erlebte nieder. «…mit Gewalt, in Handschellen und mit einer Guantanamo-Mütze übergestülpt wurde ich ins fensterlose Kellerloch an der Kasimir-Pfyfferstrasse abgeschoben, wo ich die Nacht ohne Gewährung der mir zustehenden Rechte dahinvegetieren musste. Und das im Covid-Risikoalter 65plus...», beginnt das elfseitige Dokument.

Joos hatte die zuständigen Beamten wegen den Vorfällen angezeigt. Das Luzerner Kantonsgericht gab jedoch der Luzerner Polizei recht. Das Verhalten der Beamten sei korrekt gewesen. Da Heidi Joos den Fall nun weiterzieht, muss sich das Bundesgericht damit befassen.

Mehr zum Fall Heidi Joos findest du in den Artikeln oben.

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Quelle: Tele1 (TV Regional)

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 22. September 2021 16:41
aktualisiert: 22. September 2021 16:41